Kleine Leisten gefahrfrei fräsen

Sehr kleine und vor allem kurze Teile sind beim Fräsen nicht ganz ohne: Schnell gerät beim Vorschub die Hand in die gefährdeten Bereiche. Mit Andruckfedern und Schiebestock wird das Ganze zu einer sehr unübersichtlichen Aktion, was auf Kosten der Genauigkeit gehen kann.

Sicherer Halt für Mini-Bauteile. Bild: Heiko Stumpe

Wenn Sie sich einen passenden kleinen Abdeckkasten bauen, geht das Fräsen sehr sicher und handlich vonstatten. Und einen Splitterklotz beherbergt diese schnell gebaute Vorrichtung auch noch. Zum Profilieren einer Leiste von, sagen wir, 20 Zentimetern Länge und einem Querschnitt von 18 x 18 Millimetern benötigen Sie zunächst eine stabile Platte, etwa 22 Zentimeter lang und mindestens 15 Zentimeter breit. Das kann ein Reststück Spanplatte sein oder Multiplex oder was Sie gerade greifen können. Legen Sie das Werkstück so auf die Platte, dass sich die zu fräsende Längskante mit einer Längsseite der Platte überdeckt. Das Hirnende der Leiste ist bündig mit einer kurzen Seite der Platte. Zeichnen Sie genau dort herum. Nun benötigen Sie noch einige Leistenabschnitte von exakt der gleichen Dicke Ihres Werkstücks. Diese werden an die Linien geleimt und gedübelt: Jetzt liegt das Werkstück mit seiner Kante genau unter der Plattenkante; hinten verhindert das zweite Holz das Herausrutschen und dient gleichzeitig als Ausreißschutz. Drehen Sie die kleine Vorrichtung jetzt auf den Kopf: Sie führt das kurze Werkstück sicher und präzise am Fräser vorbei. Damit nichts kippelt, ist es empfehlenswert, auch auf der anderen Längsseite einen Füllklotz unterzuleimen.

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