Handhobel: Spanabnahme entscheidet über den Erfolg.

Der Hobel rattert, läuft unsauber und ist nichts weiter als eine Frustquelle: Manche Holzwerker verzweifeln früh an diesem Werkzeugklassiker und wollen dann ihr ganzes Werkstattleben nichts mehr davon wissen. Das ist sehr schade, denn sie verpassen dadurch die Chance auf einmalige Oberflächengüte ganz ohne Schleifstaub und Krach.

Dabei sind es oft nur kleine Details, die es zu beherrschen gilt: Und schon wird aus dem ungeliebten Staubfänger namens Handhobel ein oft und gern genutztes Werkzeug. Beim Verständnis des Zusammenspiels von Hobelmaulgröße und Spanabnahme ist das zum Beispiel so. Viele Misserfolge resultieren daraus, dass der Hobel einfach überfordert wird. Die Grundregel ist dabei ganz einfach: Die Spanabnahme – also der Eisenüberstand aus der Hobelsohle heraus – darf nie größer eingestellt werden als das Hobelmaul an seiner engsten Stelle weit ist. Der Appetit des Hobels auf Späne muss also soweit reduziert werden, dass er die ankommende Menge dann auch schlucken und sauber ableiten kann. Da es sich hier um Zehntelmillimeter handelt, wird bei der Eiseneinstellung gerne etwas übertrieben. Tipp: Messen Sie das Hobelmaul Ihres Lieblingshobels einmal bei montiertem Eisen samt Spanbrecher per Messschieber aus und stellen Sie das Eisen dann auf dieses Maß minus einige Zehntelmillimeter ein. Wenn nun das Eisen absurd weit heraussteht, ist das Hobelmaul eindeutig zu weit: Die Hobelmaulvorderkante kann den Span nicht bis unmittelbar vor der Eisenkante nach unten drücken: Ausrisse sind programmiert. Wenn das der Fall ist, hilft ein Furnierstreifen auf der Eisenauflage: Er rückt die Schneide etwas näher an die Maulkante heran.

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