Fräsen im Küchenbau: Rechts vor links!

Sie sind hart, robust und beliebt: Kunststoffbeschichtete Arbeitsplatten gibt es in den meisten Küchen, aber oft auch in einer Ecke der Werkstatt: zum Beispiel als wasserfesten Schärfplatz. Beim Verarbeiten verhalten sich Arbeitsplatten aber leider divenhaft.

Die harte Deckschicht ist extrem spröde. Ausrisse fallen vor allem an der profilierten Vorderkante hässlich ins Auge. Besonders beim Fräsen können diese Ausrisse vorkommen. Folgende Vorgehensweise verbessert die Kantengüte von Arbeitsplatten.
Aufgrund der Drehrichtung des Oberfräsers (von oben gesehen stets im Uhrzeigersinn) verhält sich das gefräste Material an beiden Seiten des Fräsers unterschiedlich. Auf der Eintrittsseite (links des Fräsers) gibt es in der Regel keine Probleme. Hier liegt stützende Spanplatte hinter der Beschichtung. Auf der rechten Seite des Fräsers jedoch tritt die Schneide aus dem Material heraus, und hier wird es kritisch. Weil dort kein Stützmaterial vorhanden ist, fliegen hier unweigerlich die Fetzen.
Wer nun von der Arbeitsplatte aus gesehen am rechten Ende fräst (die beschichtete Vorderkante weist zum Holzwerker), hat kein Problem: Die Ausrisse sind auf der Seite des Abfalls.
Am linken Ende hingegen lägen die Ausrisse auf der "guten" Seite. Daher gilt die Faustregel: Wann immer am linken Ende einer Arbeitsplatte gefräst wird, muss dies von der Unterseite aus geschehen. Wird die Platte auf den Kopf gedreht, verkehren sich auch "links" und "rechts", und die gute Seite kommt ohne Beschädigung davon.

Arbeitsplatten fräsen

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