Tipps & Tricks Tischlern

Die dritte Dimension: Wie die Rückwand stabilisiert

Rückwand sorgt für den stabilen Stand. Bild: Stefan Heydecke
Rückwand sorgt für den stabilen Stand. Bild: Stefan Heydecke <p>Direkt an den Rückwandecken angesetzte Schrauben oder Nägel reißen schnell aus. Besser Sie lassen etwas Abstand.</p>

Die Rückwand gibt einem Schrank erst richtig Halt. Sie schafft konstruktiv als stehende Fläche Stabilität auch in der dritten Dimension. Deshalb sollte niemand verzagen, nur weil der Korpus seines Projekts vor dem Befestigen der Rückwand noch leicht aus dem rechten Winkel zu drücken ist.

In der Regel wird für die Hinterseite eines Möbels furnierte Hartfaserplatte oder mehrschichtige Furnierplatte genutzt. Sie wird eng in die gefälzten rückwärtigen Kanten von Seiten, Deckel und Boden eingepasst. Die Befestigung ist Geschmackssache: Nageln oder Schrauben? Letztere können leichter wieder gelöst werden und auch dekorativ wirken, Nägel indes lassen sich tief einschlagen und mit etwas Kitt endgültig unsichtbar machen. Egal ob Schraube oder Nagel: Schon beim Vorbohren sollten Sie darauf achten, dass Sie leicht schräg (etwa 10 Grad) ansetzen, so dass die Verbindung möglichst mittig in die Seitenplatte reicht. Für ein harmonisches Erscheinungsbild sollten Sie sich die Fixierungspunkte vorab gut und regelmäßig einteilen. Beginnen Sie dabei aber nicht genau an den Ecken. Wenn Sie Nagel oder Schraube dort ansetzen, kann das Rückwandmaterial wegbrechen.

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