Clevere Abrichtmethode spart viel Schweiß

Dickenhobelmaschinen sind in vielen Werkstätten vertreten, Abrichthobelmaschinen hingegen längst nicht. Das stellt viele Holzwerker vor die Frage, wie sie sägeraues, geworfenes Holz ohne Abrichte beidseitig gerade bekommen. Die Antwort besteht in einem Stück Handarbeit mit der Raubank – aber längst nicht so viel, wie Sie jetzt vielleicht denken.

Bei unserer Methode ist es nicht nötig, eine komplette Seite der Bohle schweißtreibend von Hand abzurichten. Es genügt, wenn Sie sich der Außenkanten der Fläche annehmen. Und so gehen Sie vor: Begutachten Sie Ihr Holzstück genau. Spannen Sie es so auf die Hobelbank, dass die hohle Seite nach oben weist. Weil die runde Seite jetzt unten liegt, kann das Stück kippeln, obwohl es zwischen den Bankhaken fixiert ist. Hier helfen locker eingesteckte Keile weiter. Versuchen Sie so, das Brett waagerecht auszurichten. Peilen Sie jetzt über die Bohle und markieren Sie die höchsten Bereiche, die bei der hohlen Seite ja an den Kanten liegen. Hier setzt nun die gut geschärfte Raubank an. Glätten Sie nur die Außenbereiche (auch an den Enden) und prüfen Sie mit zwei parallelen kantigen Peilstäben, dass alle gehobelten Bereiche plan in einer Ebene liegen. Wenn das rundum erledigt ist, haben Sie die Bohle perfekt vorbereitet. Es ist egal, dass in der Mitte noch der Großteil der Fläche sägerau ist, weil diese Flächen tiefer liegen: Für die satte Auflage auf den Dickenhobeltisch ist ja rundherum außen gesorgt. Hobeln Sie jetzt per Maschine zunächst die runde Seite plan, und mit dieser Seite als Bezugsfläche wiederum die Sägereste auf der einstmals hohlen Seite.

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