Zwischenlagerung lässt das Holz atmen

Der Irrtum ist gar nicht mal selten: Wenn Holz einmal richtig getrocknet ist, bleibt es auf ewig in diesem Zustand. Dass das eben nicht so ist, macht Holz zu einem ganz besonderen Werkstoff.

Die Fasern bleiben auch nach einmaliger Trocknung "wasserliebend" (hygroskopisch) und nehmen je nach Feuchtigkeit in der Luft Wassermoleküle auf oder geben sie ab. Und mit der Volumenveränderung arbeitet das Holz, es quillt oder schwindet.
Bereiten Sie ihr Holz daher passend vor: Schneiden Sie es eine Woche vor Beginn eines Möbelbauprojekts grob zu. Lassen Sie in der Länge jedes Bauteils etwa drei Zentimeter Übermaß, in der Breite anderthalb Zentimeter und in der Dicke (wenn es gerade ist) fünf Millimeter. Lagern Sie das Holz mit dazwischen gelegten Leisten so, dass Luft zirkulieren kann. Dabei sollten die Klimabedingungen denen des späteren Platzes entsprechen. Nach einigen Tagen hat sich das Holz so akklimatisiert, dass es ohne weiteren Verzug in die für die meisten Möbel nötige gerade Form bringen lässt.
In eingebautem Zustand halten sich die Teile später meist gegenseitig vom gefürchteten Werfen oder Schüsseln ab. Wichtig ist aber, dass der spätere Aufstellort in der Wohnung nicht viel feuchter oder trockener als die Werkstatt ist.

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