So ermitteln Sie den halben Winkel

Es ist eine uralte Herausforderung: Die Schmiege liefert den vollen Winkel, um zum Beispiel zwei sich treffende Abdeckleisten perfekt aneinander stoßen zu lassen.

Aber die Kappsäge benötigt die Winkelhalbierende, damit die beiden Leisten exakt auf Gehrung geschnitten werden können. Eine Erinnerung an den Mathe-Unterricht, etwa Klasse 6, hilft hier weiter.
1. Nehmen Sie zunächst mit der Schmiege den Winkel von Wanddecke oder Schrank an – eben von der Stelle, wo etwas auf Gehrung jenseits von 90° aneinander stoßen soll.
2. Übertragen Sie den Winkel auf ein Stück starken Kartons.
3. Stechen Sie mit einem Zirkel am Schnittpunkt der Linien (M1 in der Zeichnung) ein und ziehen Sie einen möglichst großen Kreisbogen durch beide Linien des Winkels. Es entstehen die Punkte M2 und M3.
4. Stellen Sie den Zirkel grob auf den Abstand der beiden soeben entstandenen Punkte plus einen Zentimeter ein.
5. Schlagen Sie um diese beiden Punkte je einen Kreisbogen – so, dass sich diese beiden Bögen zweimal treffen.
6. Die Linie zwischen den beiden Schnittpunkten und dem Linien-Schnittpunkt des Originalwinkels – das ist die Winkelhalbierende. Ziehen Sie sie sorgfältig nach.
7. Stellen Sie nun die Schmiege passend auf diesen Winkel ein oder schneiden Sie den Karton passend zu. Der so entstandene "halbe Winkel" dient nun zum Einstellen der Kapp- oder Kreissäge.

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Kommentare

17.08.2018

Anstatt auf Karton kann man auch auf Papier aufzeichnen und dann die beiden Winkellinien (M3 und M2) auf einander legen und falten.

26.08.2018

Vielen Dank, für diese Infrmation !

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