Machen Sie es schön schwer!

Bei manchen Gegenständen hätte man gerne das Beste aus beiden Welten: Buchstützen, Türstopper oder Briefbeschwerer sollen richtig viel Masse auf die Waage bringen, gleichzeitig aber aus Holz sein. Hier hilft nur ein Materialmix: Schönes Holz außen, massives Metall innen. Wenn ein passendes Stück Stahl als "Füllung" zu finden ist, hilft das schon mal weiter.

Blei jedoch ist noch dichter als Stahl. Und gleichzeitig lässt es sich leichter formen, um für die Füllung des geplanten Gegenstands in Form gebracht zu werden.
Doch es gibt klare Grenzen:
Das Einschmelzen von Blei genau für die benötigte Form ist naheliegend. Das ist aber nur dann denkbar, wenn man sich nicht den entstehenden Dämpfen aussetzt. Blei schmilzt ab einer Temperatur von rund 330° Celsius. Ein Hantieren mit so heißen Stoffen in größeren Mengen ist sehr unfallträchtig und nur mit Erfahrung ratsam.
Gut portionierbare Bleireste sind mitunter beim lokalen Schießklub zu bekommen: Verschossene 4,5-mm-Luftgewehr-Projektile sind aus Blei und vielleicht für eine Spende an die Kaffeekasse zu bekommen. Auch auf Auktionsplattformen im Netz ist Bleischrott günstig zu haben.
Es lohnt ein Blick in die Restekiste eines Dach­deckers. Dieses Handwerk verwendet dünne Walzbleiplatten, die sich falten, knicken und prima in Form treiben lassen. Mit einer Zange, einem Holzhammer und einer entsprechenden rohen Form aus Hartholz können massive Innenkörper so Schicht für Schicht aufgebaut werden. Dafür passend fertigen Sie dann den Türstopper, die Buchstütze oder jedes nur denkbare Teil, das viel Masse im Inneren benötigt.

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