So wissen Schnitzer, wenn es an Tiefe fehlt

Gar nicht so leicht: Schnitz-Einsteigern fehlt oft noch das geübte Auge, um Dimensionen korrekt zu beurteilen. Vor allem die Tiefe des "Grundes" bei einem Relief oder Ornament ist schwer einzuschätzen. Grundsätzlich gilt natürlich: Sieht es gut aus, ist es auch gut. Schnitzer mit künstlerischem Anspruch müssen nicht auf den halben Millimeter schauen. Den Überblick zu behalten und genau zu sehen, wo man noch nachschnitzen muss, kann dennoch hilfreich sein.

Ein schnell gebauter Helfer tut hier gute Dienste. Greifen Sie sich ein etwa zehn Zentimeter langes Reststück aus Multiplex oder einen geraden Massivholz-Abschnitt. Dies durchbohren Sie im Abstand von einem Zentimeter zu einer der längeren Kanten. Wählen Sie den Bohrdurchmesser so, dass ein Bleistift gerade noch hindurch passt. Von der Kante aus setzen Sie ein kleines Schraubenloch, das in das Bleistiftloch hineinführt. Die Spitze einer kleinen eingedrehten Holzschraube hält den Bleistift in der gewünschten Höhe fest.
Setzen Sie die kleine Vorrichtung auf den tiefsten Punkt des Reliefs. Lassen Sie den Bleistift ganz absinken. Ziehen Sie ihn dann um einen Millimeter hoch (wenn Sie es genauer mögen weniger). Drehen Sie die Schraube fest. Wenn Sie nun das Relief abfahren, zeichnet der Bleistift in allen höheren Bereichen einen Strich. Hier müssen Sie die Eisen noch einmal ansetzen, um den Grund wirklich gleichmäßig auszuheben.

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