Von der Stolperfalle zur Wohnraumtreppe

Ein Freund hat in seinem Elternhaus einen leerstehenden Nebenbau zu seiner neuen Wohnung ausgebaut. Er hat mich gefragt ob ich ihm eine Holztreppe auf einer betonierte Stiege anfertigen möchte. Die besondere Herausforderung dabei war, dass diese alte Betonstiege aufgrund einer Wand (die jetzt entfernt wurde) in der Länge zu wenig Platz hatte und dadurch die Stufenhöhen und Auftrittbreitenverhältnisse überhaupt nicht zusammenpassten und noch dazu die gezogenen Stufen total falsch betoniert waren. Die neue Holztreppe sollte um ca 60 cm länger und die gezogenen Stufen in die optimale Position gebracht werden. Meine Aufgabe war es nun, die alte Stiege unter der Holztreppe so zu verstecken, dass es zu keinen gröberen Stemmarbeiten kommt. Das war nicht gerade leicht, da sie viel zu weit gezogen waren. Als Auflage der Holzstufen fertigte ich ein Lattengerüst an, auf dem sämtliche Teile angedübelt wurden. Dazu musste vorher die Hinter- und Unterkante jeder Stufe an der Wand angerissen werden um dieses Gestell positionieren zu können. Der Zeitaufwand betrug ca 75 Stunden. Die komplette Konstruktion ist aus Braunesche gefertigt und folgende Maschinen kamen zum Einsatz: Tischkreissäge, Fräse, Oberfräse, Schleifmaschine, Airless Lachspritze, Flachdübelfräse, Kappsäge, Stichsäge, Schlagbohrmaschine und Akkuschrauber. Das wichtigste Handwerkzeug bei der Montage war die Schmiege. Um die Schmiege einzustellen und die Vorderkantenlänge ermitteln zu können habe ich mir zwei Leisten, eine mit einem Langloch, zusammengeschraubt und je nach Bedarf verschoben, wodurch die Naturmaße schnell ermittelt waren. Die Mauer war nämlich auch nicht gerade.

Benötigte Zeit

0 Stunden

Verwendetes Werkzeug

Verwendete Materialien

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