Shaker „Built-In“

Der Auslöser für dieses Projekt war ein Verteilerschrank. Er hängt im Treppenhaus unseres über 200 Jahre alten Fachwerkhauses mitten auf der Wand und sah sehr häßlich aus. Da ich bereits seit mehreren Jahren ein Fan des Shaker-Designs bin (Reproduktionen des Spiderleg-Tables, Betten, Bänke u.a.), kam ich auf die Idee, einen Built-In zu entwerfen der aber nicht wirklich eingebaut ist. Die Maße betragen 212x120x24 (LxBxT). Trotz der geringen Tiefe sollte das Möbel aber volle Schrankfunktion haben. So sind die oberen Türen (hinter denen der Verteilerschrank ist) in Rahmen/Profilstab-Bauweise mit abgefälzter Füllung. Die vier stumpf einschlagenden Schubladen (in denen Handschuhe, Schals und DVD´s lagern) sind klassisch geführt. der Korpus ist vorne halbverdeckt, hinten durchgehend gezinkt. die Böden sind in Nuten eingeschoben. Die Höhe der Schubladen nimmt von unten nach oben zu. Die Kirschbaum-Knöpfe sind unter verwendung einer Schablone einzeln auf der Drechselbank angefertigt worden.

Benötigte Zeit

160 Stunden

Verwendetes Werkzeug

  • Flott Tischkreissäge, Abrichte/Dickte, Oberfräse, Excenterschleifer, Handhobel, Stecheisen, eine einfache Güde Drechselbank, japanische Säge, Drechseleisen u.a.

Verwendete Materialien

  • Massiver europäischer Kirschbaum. Als Sekundärholz für die Schubladen und das Korpusinnenleben massive Birke. die schubladenböden sind aus Birken-Multiplex . Die Außenflächen sind mit Leinöl eingelassen. Das Innere der Schubladen mit Streichschellack. Der Kirschbaum und die Birke wurden beim heimischen Förster als Stammware erworben. Anschließend habe ich sie von einem mobilen Sägewerk aufschneiden lassen und mehrere Jahre auf meiner Scheune getrocknet. Türbeschläge und Schrauben sind aus Messing. Die Knöpfe einzeln aus Kirschbaum gedrechselt.

Wissen. Planen. Machen. Das ist das Motto der Zeitschrift HolzWerken, dem Magazin für den Holzwerker.
ab 65,00 
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