Tipps & Tricks Tischlern

Gehrungschnitt nach Riss an der Tischkreissäge

Nahaufnahme einer Tischkreissäge in einer Werkstatt. Ein helles Holzbrett liegt flach auf dem Sägetisch und wird von einer silbernen Metallführung fixiert. Die rote Schutzhaube der Säge verdeckt teilweise das gezackte Sägeblatt, das leicht angehoben ist. Neben dem Sägeblatt steht ein Holzanschlag senkrecht, um das Werkstück zu stabilisieren. Im Hintergrund sind Holzbretter an der Wand sichtbar.

Beim Schneiden von Gehrungen kann man immer mit einer Schmiege arbeiten. Aber dann liegt das Brett schon auf der Tischkreissäge und die Gehrung soll einfach schnell am Riss geschnitten werden. Allerdings: Wo taucht das Sägeblatt aus der Platte? Bin ich richtig am Riss? Jetzt kann man mit einem Auge über die Platte peilen. Das geht auf den Rücken und auch nicht so schnell. Schneller geht es so: Nehmen Sie ein Reststück desselben Materials. Ist bereits eine Gehrung an diesem Stück, kann es gleich losgehen. Schalten Sie die Säge unbedingt aus. Bei stehendem Sägeblatt legen Sie das Reststück auf das gekippte Sägeblatt. Schieben Sie es leicht über das Blatt hinaus, sodass es Richtung Queranschlag übersteht. Das zu sägende Brett liegt am Queranschlag an. Schieben Sie nun den Schiebeschlitten vor, bis die zu sägende Platte an das Reststück stößt. Nun können Sie den Riss bündig mit der am Sägeblatt anliegenden Kante positionieren. Richten Sie den Anschlagreiter am Queranschlag ein. So kann nichts mehr verrutschen. Ziehen Sie den Anschlag wieder aus dem Gefahrenbereich der Säge zurück, entfernen Sie das Restklötzchen und dann kann der Schnitt erfolgen. Perfekt!

Draufsicht auf dieselbe Tischkreissäge mit demselben hellen Holzbrett. Das Brett ist mit einer dünnen, senkrechten Bleistiftlinie markiert, daneben steht die Zahl „320“. Das Sägeblatt mit roter Schutzhaube ist teilweise sichtbar, ebenso der Holzanschlag, der das Werkstück in Position hält. Die silberne Metallführung fixiert das Brett auf der linken Seite. Der Sägetisch ist hellgrau mit leichten Gebrauchsspuren.

Foto: Sonja Senge

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