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Autsch – blutige Finger am Bandschleifer.

Verfasst von: Veronika Zenz | 20.07.2017

Letzte Woche habe ich gezeigt wie ich einen Satz Dominodübel für den einfachen Probe-Zusammenbau von Werkstücken herrichte. Während für die kleinen, dünnen Dominos das Schleifen von Hand sicher und effizient ist, ist es der Zeitersparnis wegen reizvoll, bei den größeren acht und zehn Millimeter dicken Dübeln auf den stationär eingespannten Bandschleifer umzusteigen. Ohne Hilfsovrrichtung sind die Finger bei so kleinen Werkstücken aber im Gefahrenbereich.

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Der Finger der auf das Werkstück drückt, ist gefährlich nahe am Schleifband.

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Aber mir passiert eh nichts? - Denkste. Ich fixiere einen Dübel schlecht in der Zwinge, er fliegt davon, und schon ist der Finger der im Gefahrenbereich war, blutig geschliffen. Nicht tragisch, aber unnötig und lästig.

Beste Lösung: Situation Vermeiden

Prinzipiell ist die erste Wahl, das Schleifen kleiner Werkstücke von vornherein zu vermeiden. Das lässt sich meistens bewerkstelligen, indem man den Schliff noch vor dem Ablängen der Einzelteile macht. So könnte man im konkreten Fall etwa eine Dübelstange kaufen oder selbst herstellen und dieses lange Werkstück unproblematisch schleifen. Erst danach werde die einzelnen Probedübel abgelängt.

Ist es nicht möglich das Werkstück vor dem Ablängen zu schleifen, ist das Schleifen von Hand die nächste Alternative. Bei den Schleifpapieren gibt es extreme Unterschiede. Mit einem hochqualtitativen Schleifpapier schleift man auch eine Kleinserie kleiner Werkstücke recht effizient.

Alternativ: Mit Bedacht am Bandschleifer schleifen

Kann man weder vor dem Ablängen schleifen, noch effizient von Hand, dann sind am Bandschleifer einige Sicherheitsmaßnahmen nötig, um die Verletzungsgefahr beim Schleifen zu reduzieren. In dem Fall gehe ich wie folgt vor: Der Bandschleifer wird fix eingespannt. Die Drehzahl stelle ich bei solchen kleinen Arbeiten lieber auf mittlere Stufe, dann ist die Wucht mit der das Werkstück vom Schleifband erfasst wird einfacher zu kontrollieren. Um die Finger aus dem Gefahrenbereich zu halten, hilft eine Federzwinge mit justierbarem Arm. Sie hält das Werkstück fest. Gleichzeitig drückt ein Schiebeholz oder einem Stück Restholz in der anderen Hand das Werkstück gegen das Schleifband.

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Eine Federzwinge hält das Werkstück und bringt die Haltehand aus dem Gefahrenbereich.

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Eine Federzwinge hält das Werkstück und mit dem Schiebeholz wird Druck ausgeübt. 

Checkliste Schleifen kleiner Werkstücke am Bandschleifer

  • Bandschleifer einspannen
  • Drehzahl reduzieren
  • Werkstück nicht mit den Fingern halten → Federzwinge verwenden oder Halterung bauen
  • Werkstück nicht mit dem Finger niederdrücken → ein einfaches Stück Restholz bringt die Finger aus dem Gefahrenbereich.

Wie geht ihr beim Schleifen kleiner Werkstücke vor? Fehlt etwas in der Checkliste, oder habt ihr noch weitere Tipps und Tricks auf Lager um diese Situation sicher und effizient zu meistern?

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