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Frischzellenkur für die Hobelbank - Teil 1

Verfasst von: Heiko Rech, Tischlermeister | 04.10.2019

Meine Hobelbank gehört für mich zu den wichtigsten Werkzeugen in meiner Werkstatt. Und Werkzeuge müssen regelmäßig gewartet und gepflegt werden, wenn man sich nicht darüber ärgern möchte. In letzter Zeit habe ich mich immer wieder über meine Hobelbank geärgert. Ich bin nicht immer pfleglich mit ihr umgegangen, sie musste im Kursbetrieb einiges mitmachen und so hatte sie doch einige Schwachstellen bekommen.

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Die Bankplatte ist zwar noch weitestgehend Plan, hat aber Dellen, Macken und Farbe abbekommen.

Die Bankplatte ist zwar noch weitestgehend Plan, hat aber Dellen, Macken und Farbe abbekommen.

Die Vorderzange schließt nicht mehr richtig

Die Vorderzange schließt nicht mehr richtig

Der Beschlag an der Hinterzange steht über das Holz über.

Der Beschlag an der Hinterzange steht über das Holz über.

Da habe ich leider mal in die Kante gefräst

Da habe ich leider mal in die Kante gefräst

Die Schürze ist nicht im rechten Winkel

Die Schürze ist nicht im rechten Winkel

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Alle diese Punkte sollen behoben werden und den Anfang macht die Vorderzange. Buchenholz hochkant zu hobeln ist kein Vergnügen und eine schweißtreibende Angelegenheit. Nach etwa einer halben Stunde hatte ich die Schürze wieder im rechten Winkel und Plan gehobelt. Die Spannbacke konnte angepasst werden. Natürlich auch mit dem Handhobel. Das ging besser als gedacht. Nach einigen "Anproben” und gezieltem Hobeln passte die Backe perfekt zur Schürze.

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Das geht in die Knochen, muss aber sein.

Das geht in die Knochen, muss aber sein.

Feinarbeit an der Spannbacke

Feinarbeit an der Spannbacke

Die Backe passt erst einmal.

Die Backe passt erst einmal.

Mit nur wenig Druck schließt die Spannzange nun wieder gleichmäßig. Nicht nur auf einer Seite …

Mit nur wenig Druck schließt die Spannzange nun wieder gleichmäßig. Nicht nur auf einer Seite …

…, sondern auf beiden. So soll es sein.

…, sondern auf beiden. So soll es sein.

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Bei der verfrästen Kante entschloss ich mich aus der Not eine Tugend zu machen und eine komplett neue Kante anzuleimen. Auch an die Spannbacke. Je härter das Holz an dieser Stelle ist, umso besser. Also kamen einige Reste Makassar Ebenholz und kanadischer Ahorn zum Einsatz. In einen angefrästen Falz habe ich das Holz eingeleimt und anschließend bündig gehobelt. Und eines kann ich Ihnen sagen: So hartes Holz mit dem Handhobel zu bearbeiten ist auch keine Freude. Nach den paar Leisten war das Hobeleisen nahezu stumpf. Makassar lässt sich nicht sonderlich gut bearbeiten. Es ist nicht nur hart, sondern auch spröde und reißt schnell aus. 

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Leider hatte ich nicht genug Makassar für die ganze Kante. Daher wurde das dunkle Holz mit hellem, hartem Ahorn kombiniert.

Leider hatte ich nicht genug Makassar für die ganze Kante. Daher wurde das dunkle Holz mit hellem, hartem Ahorn kombiniert.

An die Hobelbank und die Spannbacke wird mit der Oberfräse ein Falz gefräst.

An die Hobelbank und die Spannbacke wird mit der Oberfräse ein Falz gefräst.

In den Falz wird das neue Holz eingeleimt.

In den Falz wird das neue Holz eingeleimt.

Anschließend wird alles bündig gehobelt.

Anschließend wird alles bündig gehobelt.

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Nach dieser anstrengenden Arbeit ist das Bündighobeln der Vorderzange mit der Bankplatte nahezu eine Erholung. Die Mühe hat sich aber am Ende gelohnt, denn die Vorderzange schließt wieder dicht, die Kante ist stabiler als je zuvor und sieht auch noch gut aus.

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Vorderzange und Bankplatte müssen bündig sein.

Vorderzange und Bankplatte müssen bündig sein.

Die überarbeitete Vorderzange sieht nun so aus.

Die überarbeitete Vorderzange sieht nun so aus.

Und die Längskante mit den zwei Hölzern ist auch mal etwas anderes.

Und die Längskante mit den zwei Hölzern ist auch mal etwas anderes.

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In zwei Wochen zeige ich Ihnen dann die Überarbeitung der Hinterzange.

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