Alles braucht seine Zeit. Zum Beispiel das Einwirken von Chemikalien, die Flecken oder Oberflächenmittel anlösen sollen. Dummerweise sind viele dieser Lösemittel relativ flüchtig. Damit sie ihre Arbeit verrichten können, müssen sie dafür über längere Zeit am Einsatzort eingesperrt werden. Das einfachste Beispiel ist ein nasser Lappen, den man für einige Zeit auf einem Fleck liegen lässt (wenn es der Untergrund verträgt). Er sorgt dafür, dass die Stelle nicht sofort wieder trocknet – vor allem im Sommer oder direkt vor einem Heizkörper.
Bei anderen Chemikalien wie Terpentin, Verdünnung, Ethanol oder Aceton geht man natürlich nicht so sorglos vor wie bei Wasser. Und weil sie noch viel schneller verfliegen, müssen sie aktiv daran gehindert werden: Abdecken ist Trumpf, um Luftkontakt zu stoppen. Das kann ein Stückchen Zellophan sein, das die Schadstelle abdeckt. Oder eine Glas, das darüber gestellt wird. Diese beiden Mittel helfen übrigens auch, wenn an warmen Tagen Kitt an einer größeren Schadstelle zu schnell trocknet und sich Risse bilden.
Foto: Andreas Duhme
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