Tipps & Tricks Tischlern

Welche ist die Deckseite? Furnieren auf den Zahn fühlen

Foto: Heiko Stumpe
Foto: Heiko Stumpe <p>Der Test bringt es an den Tag: Wenn das Blatt mit der &quot;geschlossenen&quot; Deckseite nach oben gehalten wird

Jedes Furnier hat seine zwei Seiten. Besonders unterschiedlich sind sie bei gemesserten und geschälten Furnieren, weil beim Herstellvorgang das Furnier gebogen wird.

Man spricht hier auch von der offenen und der geschlossenen Seite. Feine Risse auf der "offenen" Rückseite sind die Folge. Für Einlegearbeiten ist es wichtig, dass alle Partien mit der "geschlossenen" Deckseite nach oben weisen, da sich die Seiten – leider erst – nach der Oberflächenbehandlung deutlich unterscheiden. Im Rohzustand gilt es daher, einen besonderen Blick auf die Furniere zu werfen.

In der Regel ist die Rückseite gemesserter oder geschälter Furniere deutlich rauer als die Deckseite. Die Farbigkeit beider Seiten kann sich durch den unterschiedlichen Winkel, in den die Fasern an die Oberfläche kommen, deutlich unterscheiden. Bei Furnierstücken, die einen Meter und mehr lang sind, kann man auch den Biegetest machen. Dazu das Furnierblatt an beiden Enden anfassen und locker waagerecht halten.

Die Durchbiegung beobachten, das Blatt drehen und wieder auf die Biegung achten. Die Seite, die bei der tieferen Durchbiegung oben ist, ist ziemlich sicher die geschlossene Seite.

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