So gelingen Rampa-Verschraubungen exakt

Bei vielen Vorrichtungen gibt es Anbauteile, die lösbar befestigt sind. Oft kommt es darauf an, dass diese, wenn sie wieder angesetzt werden, genau in Position kommen.

Rampa-Verschraubung

Bei längeren Teilen hilft es oft, ihnen einen kleinen Falz anzufräsen, so dass sie exakt auf einer Kante positioniert werden können. So bekommt zum Beispiel eine alte Raubank einen exakt sitzenden Fügeanschlag.
Soweit, so einfach. Was nun noch fehlt, ist eine Schraublösung, die durch ihre Kraft den exakten Sitz nicht wieder verschiebt. Erste Wahl sind hier Einschraubmuffen, oft unter dem Handelsnamen Rampa bekannt. Sie werden mit einem Außengewinde in ein vorgebohrtes Loch gedreht und nehmen innen eine Schraube mit metrischem Gewinde auf. Dafür müssen sie sehr exakt positioniert werden. So gehen sie vor:
1. Spannen Sie das gefälzte Anbauteil in seine exakte Position und zeichnen Sie die Punkte an, wo die Halteschrauben sitzen können.
2. Bohren Sie mit einem Bohrer mit Zentrierspitze durch den Bereich über dem Falz, aber nur so weit, dass die Zentrierspitze das andere Bauteil kratzt. Der Bohrerdurchmesser entspricht dem der gewünschten Schraube plus zwei Millimetern (für M6 = 8 Millimeter, zum Beispiel).
3. Lösen Sie beide Teile wieder, durchbohren Sie das Falzteil ganz und ­legen es zur Seite.
4. Dort, wo die Zentrierspitze im Hauptteil eine ­Markierung hinterlassen hat, bohren Sie nun im zur Muffe passenden Bohrdurchmesser ein.
Durch die exakt positionierte Muffe wird das Falzteil nun stets genau am Platz gehalten. Ein Verkanten, das bei einer auch nur um einen halben Millimeter versetzen Bohrung leicht passiert, ist so gut wie ausgeschlossen.

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