So fahren Schubkästen wie auf Schienen

Klassisch geführte Schubkästen mit Lauf-, Streich- und Kippleiste sollen möglichst dicht im Korpus sitzen. Andererseits dürfen sie auch nicht zu stramm laufen.

Um das zu gewährleisten, gibt es eine sinnvolle Strategie: Zunächst wird der Korpus fertiggestellt. Er und nur er (nicht etwa eine Maßliste) ist ab jetzt das Maß der Dinge. Messen Sie die Höhenmaße in den Schubladenöffnungen und schneiden Sie die Schubkastenseiten sowie Front und Rückseite für jede Öffnung individuell und mit einem halben Millimeter Übermaß zu. Jetzt kommt die große Stunde des Putzhobels. Fein eingestellt, übertrifft er die Genauigkeit der allermeisten Maschinen um Längen. Strich für Strich reduziert er die Breite jedes der Schubkastenteile, bis es (jetzt noch stramm) an seine individuelle Stelle passt: in der richtigen Öffnung, die Seitenteile auf ihrer richtigen Seite. Markieren Sie alle Teile unverwechselbar, am besten auf einem Stück Malerkrepp. Wenn ein Teil schon zu locker geraten ist, haben Sie zu Beginn des Vorgangs noch die Möglichkeit, es an anderer Stelle einzusetzen, wo es womöglich noch passt.
Erst wenn alle Teile so vorangepasst sind, beginnt die Verbindungsarbeit an den Schubkästen, wie zum Beispiel das Zinken. Die fertigen Kästen werden zum Schluss oben und unten geputzt, so dass sich ein perfekter Sitz im Korpus einstellt.

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