Schneiden, fräsen, schleifen: So gehen große Hohlkehlen

Große Hohlkehlen an Leisten lassen sich auf mehrere Arten fertigen. Bei der Herstellung dieser Zierprofile zum Beispiel für einen Schrank-Kranz ist ein mehrstufiges Verfahren am effektivsten und sichersten.

Zeichnen Sie sich zunächst das gewünschte Profil auf der Hirnholzpartie einer auf Breite und Dicke zugerichteten Kantel. Schneiden Sie dann mit einem Schrägschnitt sozusagen eine Basis an für den Bogen. Die entstehende Fläche ist die Auflage für die weiteren Arbeiten.

Jetzt wird es etwas mühsam, denn Schnitt für Schnitt räumt die Kreissäge den Überschuss ab. Dafür müssen Schnitthöhe und Anschlag für jeden zweiten Schnitt umgestellt werden. Ob Sie von innen nach außen arbeiten oder umgekehrt, ist nun egal. Wichtig ist, dass Sie mit jeder Einstellung zwei Schnitte machen, wobei die Leiste je einmal umgedreht wird. Mit der halben Einstellarbeit räumen Sie das volle Profil aus. Lassen Sie aber noch einen Millimeter bis zum Strich stehen.

Räumschnitte

Wechseln Sie im nächsten Schritt auf den Frästisch und glätten Sie die hakelige Kontur des Bogens mit einem möglichst großen Hohlkehlfräser – ebenfalls mit zwei Durchgängen pro Einstellung.

Hohlkehlfräser

Zum Schluss bleibt noch eine gehörige Portion Schleifarbeit. Wer eine Drechselbank besitzt, fertigt sich in wenigen Minuten dafür eine Walze im passenden Durchmesser als Schleifklotz. Alle anderen müssen schauen, was die Restekiste so hergibt. Mit diesem Verfahren entstehen beliebig viele Leistenmeter in vergleichsweise kurzer Zeit.

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