Fast als wäre es so gewachsen

Schubkästen können ins Auge springen oder sich ganz aus der Gestaltung zum Beispiel eines Tisches zurücknehmen. Am besten gelingt das Schubkastenfronten, die auf einer Ebene mit dem umliegenden Holz liegen, die also nicht vorstehen oder zurückspringen. Je ähnlicher dann noch das Holz des Schubkasten-Vorderstücks mit dem der Umgebung ist, desto besser.

Mit einem recht einfachen Verfahren ist das bei Tischen zu machen: Dabei fertigt man das Vorderstück aus einem Teil der Zarge (den vier horizontalen Rahmenteilen). Das entsprechende Zargenstück muss etwas breiter und länger sein als alle anderen, denn es wird der Breite nach in drei Streifen – schmal, breit, schmal – aufgetrennt. Aus dem breiten Streifen wird nun mittels zweier Querschnitte das Schubkasten-Vorderstück herausgetrennt. Damit hier möglichst wenig Material zu Staub wird, lohnt sich der Einsatz einer Feinsäge und der Schnitt per Hand. Das Vorderstück wird gut verwahrt und alle anderen Teile wieder in ihrer ursprünglichen Position miteinander verleimt. Dabei auf den richtigen Abstand der beiden Teile des Mittelstreifens achten, so dass das Vorderstück gut hineinpasst! Diese Technik liefert ein sehr harmonisches Bild, bei dem der Schubkasten fast nicht auffällt. Lediglich bei sehr stark und kontrastreich gemaserten Hölzern ist sie nicht so sinnvoll, weil hier die durchtrennten und leicht zueinander verschobenen Jahrringe doch auffallen können.

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