Tipps & Tricks Tischlern

Erst fasen, dann hobeln

<p>Illustration: Willi Brokbals</p>

Im Hirnholz zu hobeln erfordert mehr Kraft und ein besonders scharfes Eisen. Mit diesen Voraussetzungen sind gute Ergebnisse mit sauber durchtrennten Faserbündeln aber kein Problem.

Es gibt aber noch eine Klippe zu umschiffen: Fährt der Hobel mit Kraft über die Kante hinaus, so können ganze Partien von Fasern gleichsam abgesprengt werden. Das ist dann mitunter kaum noch zu reparieren. Wann immer möglich, weist die Arbeitsrichtung daher idealerweise von der Kante zur Flächenmitte. Und weil viele Bauteile ohnehin später gefast werden sollen, ist es sinnvoll, diesen Schritt vorzuziehen: Wenn die Kante mit einer starken Fase versehen ist, schützen die äußeren Fasern die höher stehenden inneren gegen Ausrisse. So wird das Hobeln im Hirnholz noch ein gutes Stück sicherer.

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