Tipps & Tricks Tischlern

Abrichten mit dem richtigen Dreh

Abrichten mit dem richtigen Dreh. Illustration: Willi Brokbals
Abrichten mit dem richtigen Dreh. Illustration: Willi Brokbals <p>Mit der Spitze beginnen statt mit der Kante: Nach den ersten Zentimetern wird das Werkstück dann Richtung Anschlag gedreht und ganz normal weiter abgerichtet.</p>

An der vorderen Brettkante entstehen beim maschinellen Abrichten manchmal hässliche Kanten quer zur Faser. Mit einem kleinen Trick können Sie das sehr leicht umgehen.

Meistens hängt dieses Phänomen damit zusammen, dass der vordere Brettbereich etwas stärker oder schwächer aufgedrückt wird als der folgende Hauptteil des Bretts. Weil diese Marken genau um 90° verdreht zur natürlichen Faserrichtung verlaufen, fallen sie dem Auge leider auch noch besonders auf. Sie lassen sich aber mit einem leichten Trick verhindern: Das Brett wird nicht mehr frontal über den Aufgabetisch in Richtung Messer geführt, sondern im Winkel von etwa 20° mit der (vom Blickwinkel des Bearbeiters aus) linken Spitze. Sobald die Messerwelle ins Holz greift, wird das Werkstück mit seinem hinteren Teil behutsam nach rechts in Richtung Anschlag geschwenkt und dann wie gewohnt über die Abrichte geschoben. Die quer laufenden Hobelmarken sollten damit Geschichte sein.

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