Was klappt besser: Klemmen oder Spreizen?

Vierbackige Klemmfutter für die Drechselbank können natürlich auch in umgekehrte Richtung arbeiten und spreizen. Die Drehrichtung des Futterschlüssels entscheidet.

Schalenfüße können so von innen spreizend gepackt werden, in einer eigens eingedrehten Vertiefung, Rezess genannt. Diese Aufnahmevariante ist eleganter als ein von außen gepackter Zapfen (Bild), weil sie später unsichtbar bleibt. Bei fragilen Schalen und frischem Holz hat der Zapfen aber einen großen Vorteil: Hier wird das Holz von außen komprimiert und die Stabilität kann kaum nachlassen. Ganz anders im Spreizmodus: Hier findet das Futter Halt, indem es die Fasern des Holzes auseinanderdrückt. Und je dünner die Schale wird, desto weniger hat sie diesem Druck entgegenzusetzen. Setzen Sie im Zweifel also immer auf den Zapfen, der sich zum Schluss (allerdings in einem zusätzlichen Arbeitsgang) noch wegdrechseln lässt. Bei einer spreizenden Aufnahme ist es sinnvoll, den Druck des Futters zu reduzieren. Bei der Feinbearbeitung ist ja auch nicht mehr so viel Grip nötig wie beim Runddrehen zu Beginn.

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