Schutz ist Trumpf: Aggressivem Staub keine Chance

In der Holzwerkstatt entsteht einiger Staub, vor allen Dingen beim Schleifen auf der Drechselbank. Es treten auch immer wieder Allergien gegen einige Hölzer auf. Das kann sich auf wenige Hölzer beschränken und variiert auch. Besonders viele Inhaltsstoffe sind in den Exoten zu finden.

Genau diese Inhaltsstoffe sind es übrigens, die ein Überleben des Baumes im Regenwald erleichtern. Aber auch Eichen-, Buchen- und Akazienstaub sind in der MAKListe vertreten. Diese Liste der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) legt in Deutschland zurzeit noch die "maximale Arbeitsplatz-Konzentration" auch von Holzstäuben fest. Der starke Geruch bei Palisander, Rosenholz, Kambala (Iroko) und vielen mehr kann Ihre Schleimhäute stark reizen. Mit Atemschutzmaske zu arbeiten ist so eine Sache und Brillen, egal ob Schutzbrille oder Sehhilfe, beschlagen leicht. Normale Industriestaubsauger lassen schnell in ihrer Saugleistung nach, die Filter setzen sich mit dem Feinstaub zu. Eine kleine Absaugung mit einem schwer entflammbaren Schlauch und möglichst mit einem Durchmesser von 10 cm helfen sehr. Tasten Sie sich im Übrigen nur langsam an möglicherweise für Sie ungesunde Hölzer heran: Beginnen Sie mit unseren heimischen Hölzern ohne Inhaltsstoffe und probieren Sie kleine Stücke der reizenden Hölzer aus.

Die besten Tipps und Tricks

In jeder Ausgabe veröffentlich die Zeitschrift HolzWerken Tipps und Tricks zu allen Themen rund um das Arbeiten mit Holz. Die besten Beiträge dieser äußerst beliebten Rubrik hat die Redaktion für diese Buchausgabe aus den ersten 47 Ausgaben ausgewählt.
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Kommentare

11.11.2014

Das leidige Thema mit den Staubbeuteln und der nachlassenden Saugleistung. Aus Kostengründen für die Filterbeutel wird das Problem leider zu oft verdrängt. Bei mir hat sich folgende Absaugmethode, vor allem bei Feinstaub, super bewährt: Der Staub wird über einen vorgeschalteten Zyklon-Sauger vom Grobschmutz befreit. Nachfolgend wird aber kein Filterbeutel mehr eingesetzt der sich zusetzt, sondern die Luft durch einen Staubsauger mit Wasserfilter geführt. Darin wird die angesaugte Luft durch die Wasservorlage gesaugt und der Feinstaub sehr gut darin zurückgehalten. Das einzige Manko: Das verschmutzte Wasser sollte nach jeder Benutzung ausgewechselt und der Staubsauger offen gelagert werden zur Trocknung. Sonst breitet sich bei der nächsten Benutzung in Folge der Bio-Prozesse im Schmutzwasser sehr schnell ein unangenehmer Geruch aus. Das passiert sicher nur einmal. Solche beutellosen Staubsauger mit Wasserfilter sind ab c. 60 € zu kaufen und gewährleisten stets eine gleichbleibende Saugleistung für geringe Kosten.

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