Mal hoch, mal niedrig: den Schaber ansetzen

Schlicht-oder Flachstähle (auch Schaber genannt) werden vorrangig zum feinen Überarbeiten der gedrechselten Objekte eingesetzt. Damit sie richtig schneiden, ist es erforderlich, sie auch entsprechend scharfkantig einzusetzen. Da sie aber bei diesem Anstellwinkel gerne einhaken, sind sie nicht so ungefährlich, wie es oft den Anschein hat.

Den Schaber ansetzen. Bild: Martin Adomat

Kommt der Schaber innen zum Einsatz, liegt der Berührungspunkt deutlich höher als der Drehmittelpunkt.

Deshalb ist es wichtig, die Stähle in der richtigen Arbeitshöhe anzusetzen. Dabei gibt es einen Unterschied, ob das Werkzeug außerhalb des Werkstückes oder (bei Schalen und Schüsseln) innerhalb eingesetzt wird: Das Werkzeug muss so angesetzt werden, dass der Werkstoff immer von der Werkzeugschneidkante wegläuft. Ansonsten würde sich das Holz auf die Schneidkante aufschieben und dies würde zu einem Einhaken des Werkzeuges führen. In der Praxis bedeutet das, dass die Schneidkante des Schlichtstahles bei Arbeiten außerhalb des Werkstückes unterhalb der Drehachse angesetzt werden muss. So läuft das Material von der Schneidkante weg und kann sich nicht auf dem Drehstahl verkeilen. Entsprechend wird bei Arbeiten innerhalb des Werkstückes die Schneidkante des Drehstahles deutlich oberhalb der Drehachse angesetzt. Auch hier läuft dann das Holz vom Werkzeug weg und das Material kann somit nicht einhaken. Diese Arbeitsregel ist sehr wichtig, da Querholzarbeiten meist nur einseitig (fliegend) auf der Drehbank befestigt werden und beim Verkanten des Werkzeuges, aus ihrer Befestigung herausgerissen, zu Geschossen werden. Auch ein dabei möglicher Werkzeugbruch bedeutet eine große Unfallgefahr.

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