Wie kommt ein Durchgangsloch genau zentrisch in ein Drechselobjekt? Die Antwort: gar nicht. Schlau ist es, erst das Loch zu bohren und dann darum die Form anzulegen. Dazu muss das Werkstück dann anschließend genau zentrisch in der Bohrung aufgenommen werden. Auf der Reitstockseite ist das kein Problem: Die mitlaufende Körnerspitze ist ein meist ein Kegel und zentriert sich somit selbst. Auf der Antriebsseite aber, am Spindelstock, müssen Sie kreativ werden.
Wenn Sie ein Vierbackenfutter besitzen, spannen Sie ein Stück rundgedrehtes Langholz dort ein, so dass es etwa drei Zentimeter heraussteht. Mit einem Abstechstahl legen Sie dann einen kleinen Zapfen an, der sich stramm in die Bohrung des Werkstücks stecken lässt. Fertig ist der provisorische Mitnehmer.
Ohne Vierbackenfutter drechseln Sie zwischen den Spitzen ein Rundholz, in dessen Mitte Sie ein „Stäbchen“ im Lochdurchmesser stehen lassen. Trennen Sie den Helfer auf 10 mm Länge ab. Das Stäbchen lässt sich jetzt stramm in die Werkstückbohrung stecken, der Vierzack packt an der anderen Seite an.
Foto: Andreas Duhme
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