Lesergalerie Tischlern

Fensterladen aus Lärche

Fensterläden sind nicht nur dekorativ und verleihen einem Haus ein freundliches Aussehen, sie dienen auch als Sonnen- und Einbruchschutz und sorgen an warmen Tagen für ein angenehmeres Raumklima. Idealerweise werden sie wegen der hohen Witterungsbeständigkeit aus Lärchenholz gefertigt.

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Zunächst müssen aus gut getrockneten Lärchenbohlen Kanthölzer und Lamellen gesägt werden. Wünscht man im geschlossenen Zustand einen guten Sitz in der Fensterlaibung so sollten die Läden an der Innenseite umlaufend eingefalzt werden.

Die Rahmenteile müssen nun auf dem Frästisch mit einem der Lamellendicke entsprechenden Fräser stets im gleichen Winkel und Abstand eingenutet werden, sodass die Lamellen nach der Verleimung einen gleichmäßigen und festen Sitz haben. Dies gelingt am besten mit einem Winkelanschlag mit einem kleinen Hilfsklotz, welcher den Abstand der Nuten jeweils definiert.

Nachdem die Rahmenteile gefalzt und entsprechend eingenutet wurden müssen die Stoßflächen an denen der Rahmen verleimt wird noch mit einer Holzverbindung (Dübel, Zapfen, hier: Flachdübel) versehen werden.

Das anschließende Verleimen muss zügig in einem Zug geschehen. Mit dem angemischten D4-Leim werden zunächst alle Nuten mit Leim eingestrichen und die Lamellen auf einer Seite eingesetzt. Nachdem auch die oberen und unteren Rahmenteile eingesetzt sind kann das gegenüberliegende Rahmenholz angesetzt und anschließend der Rahmen mit großen Schraubzwingen (besser Rohrzwingen) zusammengepresst werden. Überschüssiger Leim sollte durch kratzen bzw. wischen zügig entfernt werden.

Nach dem Abbinden des Leims werden Eckverbindungen mit dem Hobel bestoßen und Kanten ggf. angefast. Auch muss pro Ladenpaar eine Schlagleiste in der Regel am von Außen gesehen linken Fensterladen befestigt werden.

Nach der Behandlung des Holzes mit Öl oder Lasur werden die Beschläge (Bänder und Überwurfriegel) an den Fensterläden befestigt und ggf. neue Kloben und Ladenhalter im Mauerwerk angebracht.

Benötigte Zeit: 8 h pro Paar
Verwendetes Material
  • D4-Leim
  • Lärchenbohlen
  • Beschläge (Bänder, Überwurfriegel)
Verwendetes Werkzeug
  • Tischkreissäge
  • Abricht- und Dickenhobel
  • Frästisch mit Fräshilfen
  • div. Handwerkzeuge
  • Akkuschrauber

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