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Das bedeutet „Ziehender Schnitt“ beim Hobeln

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Ziehender Schnitt

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Kommentare

3 Kommentare

  1. Interessantes Video. Bei 30° Schrägstellung wird aus den 45° des Hobeleisens zur Hobelsohle in der Hobelrichtung ein Winkel von 40,89°. Man könnte sich das Eisen in winzig kleine Teile mit 41° Neigungswinkel zerlegt vorstellen, die klassisch rechtwinklig über das Brett geführt werden. Was die Sache besonders auch hinsichtlich Kraftersparnis nicht trifft: So, wie beim Salamischneiden das Messer auch nicht senkrecht mit Kraft durch die Wurst gedrückt wird, kommt hier noch das Schneiden dazu. Also: Der Hobelvorgang ist hier gleichsam eine Kombination von Stechbeitel und Feinsäge.

  2. Klaus Bock

    Ein gut gemachtes Video wo die Veränderung des Schnittwinkels durch Schrägstellen des Eisens erklärt wird.
    Allerdings ist hier bei der Benennung ein Fehler unterlaufen, da es sich hier um einen „schrägen Schnitt“ und nicht um einen ziehenden Schnitt handelt!
    Dies wird leider immer wieder durcheinandergebracht.
    Bei einem ziehenden Schnitt bewegt sich die Schneide senkrecht und gleichzeitig seitwärts zur Bearbeitungsrichtung.
    Man denke sich einen Punkt auf der Schneide markiert, z.B. mit Filzstift. Beim ziehenden Schnitt wird dieser Punkt nach vorne und zur Seite bewegt, so dass er sich um Ende des Schneidvorgangs seitlich von seinem Ausgangspunkt befindet.
    Ziehenden Schnitt haben wir beim Schneiden von einer Tomate oder auch Salami. Wir drücken das Messer nach unten und ziehen es gleichzeitig zu uns her.
    Dies geschieht beim Hobeln im Video nicht! Der gedachte markierte Schneidenpunkt bewegt sich in einer geraden Linie.

    Auch der Kommentator oben hat mit der Kombination von Stechbeitel und Feinsäge nicht ganz recht.
    Bei der Säge habe ich einen ziehenden Schnitt. Beim Stechbeitel nur wenn ich es nach vorne schiebe und gleichzeitig seitlich wegziehe. Dann hat der Schneidenpunkt wieder zwei Bewegungsrichtungen.

  3. Andreas Duhme

    Hallo, da muss ich leider widersprechen: In Tischler-Zusammenhängen spricht man seit jeher vom ziehenden Schnitt, wenn die Schneide z.B. eines Hobels nicht rechtwinklig zur Vorschubrichtung steht.
    Der Vergleich mit einem Messer führt hier leider in die Irre, weil dies ein völlig anderer Schneidvorgang ist.
    „Ziehender“ Schnitt mag eine etwas unglückliche Bezeichnung sein, weil sie verwirren kann. Es ist aber einfach traditioneller Sprachgebrauch, wie in vielen Fachsprachen üblich.

    Ich habe das vor einiger Zeit einmal hier ausführlicher dargestellt:

    https://www.holzwerken.net/tipps-und-tricks/tischlern/das-geheimnis-des-ziehenden-schnitts/