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FAQ Staubabsaugung

Verfasst von: Heiko Rech, Tischlermeister | 15.09.2015

Das Thema Staubabsaugung beschäftigt wohl jeden Holzwerker mehr oder weniger intensiv. Einige Fragestellungen zu diesem Thema tauchen immer wieder mal auf. Grund genug einmal auf einige dieser Fragen einzugehen.

Frage: Kann man an eine Absauganlage auch mittels dünnem Schlauch seine handgeführten Elektrowerkzeuge anschließen?

Antwort: Es klingt natürlich sehr verlockend, An eine preisgünstige Absauganlage, welche wenig Strom verbraucht und kaum Kosten für Staubsäcke verursacht alle vorhandenen Maschinen anzuschließen. Nur leider funktioniert dies nicht. Diese Anlagen sind dazu konzipiert, eine sehr große Luftmenge mit relativ geringem Unterdruck durch einen dicken Schlauch zu saugen. Wird der Schlauchdurchmesser zu stark reduziert, zum Beispiel von 100 mm auf 27 mm, bricht die Saugleistung zusammen. Sie reicht dann nicht mehr aus, um Handkreissägen, Oberfräsen oder Schleifmaschinen staubfrei zu betreiben.

Die Absaugleistung bei dieser Lösung ist nur noch sehr schlecht

Die Absaugleistung bei dieser Lösung ist nur noch sehr schlecht

Frage: Kann man mit einem Werkstattsauger eine Hobelmaschine absaugen?

Antwort: Das funktioniert nur sehr begrenzt. Bei einigen kleinen Maschinen ist das möglich, zum Beispiel bei transportablen Dickenhobelmaschinen. Allerdings ist die Menge an Spänen beim Hobeln so groß, dass das Behältervolumen eines handelsüblichen Werkstattsaugers einfach zu klein ist. Es gibt aber die Möglichkeit einen Zyklonabscheider zwischenzuschalten, um mit größeren Behältern zu arbeiten. Bei Größeren Abricht/ Dickenhobelmaschinen, meist bereits ab einer Hobelbreite von 25 cm, sind die Absaughauben auf größere Schlauchdurchmesser ausgelegt. Bei einem zu dünnen Schlauch werden die anfallenden Späne dann nicht mehr ausreichend abgesaugt.

Werkstattsauger in Kombination mit einem Zyklonabscheider

Werkstattsauger in Kombination mit einem Zyklonabscheider

Frage: Was hat es mit den Staubklassen auf sich?

Antwort: Zu diesem Thema habe ich bereits einen Blogartikel geschrieben. Diesen Artikel finden Sie hier:
http://www.holzwerken.net/Blog/Heiko-Rech/Klassenkampf-der-Werkstattsauger

Frage: Muss man in einem Werkstattsauger unbedingt die teuren Staubbeutel verwenden?

Antwort: Verwendet man die von den Herstellern angebotenen Staubbeutel, verursacht ein Werkstattsauger recht hohe Betriebskosten. 5-7 Euro für einen Staubbeutel sind keine Seltenheit. Da ist die Versuchung natürlich groß, den Werkstattsauger einfach ohne diese Beutel zu betreiben. Grundsätzlich funktioniert dies sogar bei vielen Saugern. Es gibt aber auch Geräte, bei denen man das nicht machen sollte. Es kann dann nämlich sehr schnell passieren, dass ein recht teurer Hauptfilter im Inneren des Saugers sich zusetzt und öfter ersetzt werden muss, als üblich. Setzt sich dieser Filter mit Staub und Spänen zu, verliert der Werkstattsauger spürbar an Saugleistung. Inzwischen gibt es aber viele Geräte, die eine Filterreinigung haben. Diese Geräte können dann ohne teure Staubbeutel betrieben werden. Ohne Beutel erfüllt der Sauger aber meist nicht mehr die Vorgaben für die Staubklasse M. Eine weitere Möglichkeit die Kosten gering zu halten ist das mehrmalige Verwenden der Beutel. Entweder leert man die Beutel durch das kleine Anschlussloch aus, oder aber man schneidet sie am Ende auf, leert sie und verschließt sie wieder. Beispielsweise mit einem Bürohefter. Das sollte man aber nicht zu oft machen, da die Staubbeutel über Poren verfügen, die sich bei zu langem Gebraucht zusetzen. Das kostet wieder Saugleistung. Einige Hersteller bieten für Ihre Sauger auch Staubsäcke an, die immer wieder verwendet werden können. Solche "Longlife" Filtersäcke sind jedoch meist recht teuer. Wie Sie sehen, lohnt es sich also durchaus etwas genauer hinzusehen und auch die Betriebskosten eines Werkstattsaugers beim Kauf zu berücksichtigen.

Ohne Beutel setzt sich bei diesem Sauger der Hauptfilter sehr schnell zu.

Ohne Beutel setzt sich bei diesem Sauger der Hauptfilter sehr schnell zu.

Frage: Soll ich für meine handgeführten Geräte einen dünnen Schlauch, oder lieber einen dicken verwenden?

Antwort: Meiner Erfahrung nach sind dünne Schläuche, mit einem Durchmesser von ca. 27 mm für den Werkstattalltag besser geeignet, als dickere Schläuche mit meist ca. 35 mm Durchmesser. Fallen sehr viele Späne an, ist da Absaugergebnis mit einem dicken Schlauch besser. Das hat man zum Beispiel dann, wenn man mit der Handkreissäge dicke Bohlen schneidet, oder sehr große Zerspanungen mit der Oberfräse macht. In der Regel kommt das aber nicht so oft vor. Die Mehrzahl der Anwendungen erzeugt ein Spänevolumen, dass mit einem dünnen Schlauch noch gut bewältigt werden kann. Vor die Wahl gestellt, würde ich einen dünnen Schlauch bevorzugen, da er in der Handhabung weniger störrisch ist und in den meisten Fällen vollkommen ausreichende Saugleistung bietet.

Ein dicker Schlauch ist unhandlich und wird nur selten benötigt.

Ein dicker Schlauch ist unhandlich und wird nur selten benötigt.

Ich hoffe es ist mir hiermit gelungen ein paar Unklarheiten zu diesem wichtigen Thema zu beseitigen.

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