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Eckig oder rund

Verfasst von: Heiko Rech, Tischlermeister | 08.07.2014

Exzenterschleifer und Schwingschleifer

Exzenterschleifer oder Schwingschleifer?

Sie können sich nicht so recht entscheiden, ob die neue Schleifmaschine nun ein Schwing- oder ein Exzenterschleifer sein soll? Da geht es Ihnen wie vielen Holzwerkern. Dabei ist es nicht alleine die Form der Schleifplatte, die den Unterschied zwischen diesen Gerätetypen ausmacht. Einige andere, nicht so offensichtliche Eigenschaften müssen bei der Auswahl des für Sie richtigen Schleifgerätes auch berücksichtigt werden.

Zunächst einmal spielt die Art der Bewegung eine Rolle. Die Grundfläche der Schleifmaschine führt je nach Bauart  eine andere Bewegung aus. Das Schleifkorn wird dabei unterschiedlich über das zu schleifende Holz bewegt. Bei einem Exzenterschleifer wird eine exzentrische Schwingbewegung mit einer Kreisbewegung kombiniert. Dadurch bleibt kein einzelnes Schleifkorn länger an einer Stelle. In der Kombination mit der Bewegung, mit der man die Maschine über das Holz führt entsteht ein zufälliger Bewegungsablauf. Das Schleifbild wird dadurch sehr gleichmäßig.

Bei einem Schwingschleifer führt die Schleifplatte eine kreisförmige Schwingbewegung aus. Würde man die Maschine nicht über das Holz bewegen, würde jedes einzelne Schleifkorn nur eine sehr kleine Bewegung an der immer gleichen Stelle ausführen. Die Folge wären sichtbare Kringel im Schleifbild. Der Schwingschleifer muss also immer in Bewegung bleiben, damit Sie ein perfektes Schleifbild erhalten.

Bewegung beim Schwingschleifer

Bewegung beim Schwingschleifer

Aber nicht nur der Bewegungsablauf spielt eine Rolle, auch die Größe dieser Bewegung. Die Hersteller geben dies als Schleifhub bei Schwingschleifern und  Schwingkreis bei Exzenterschleifern an. Je größer die Bewegung ist, umso höher ist der Abtrag, was jedoch ganz klar zu Lasten der Oberflächengüte geht.

Zu diesen beiden Faktoren gesellt sich dann noch die Schwing- oder Drehzahl als weiterer Faktor. Je öfter die Schleifbewegung in einer bestimmten Zeit durchgeführt wird, ums mehr Material wird in diesem Zeitraum abgetragen. Auswirkungen auf das Schleifbild hat dieser Faktor jedoch keinen.

Wie Sie sehen kann man also nicht einfach behaupten, dass Exzenterschleifer einen hohen Abtrag haben, oder dass Schwingschleifer zu Kringelbildung neigen.  Mehrere Faktoren beeinflussen das Schleifbild und den Abtrag und somit auch das Einsatzgebiet einer Schleifmaschine. Es gilt also die technischen Daten genau zu vergleichen.

Maschinen mit hoher Dreh- oder Schwingzahl in Kombination mit einer großen Bewegung sind ideal wenn es um hohen Abtrag geht. Wenn Sie eine Maschine für den Feinschliff suchen,  achten Sie auf einen möglichst kleinen Schwingkreis bei einem Exzenterschleifer oder einem geringen Hub bei einem Schwingschleifer.

Bewegung beim Exzenterschleifer

Bewegung beim Exzenterschleifer

Unabhängig von den technischen Daten gilt: Exzenterschleifer sind ideal für die Bearbeitung von flächigen Werkstücken. An Kanten und bei schmalen Werkstücken tut sich eine Maschine mit drehendem Teller eher schwer. Schwingschleifer können gut für kleine Werkstücke und schmale Kanten genutzt werden. Vor allem die kleineren, sogenannten Faustschleifer sind hierzu gut geeignet. Greifen Sie also nicht zum erstbesten Schleifgerät, sondern zu dem, das zu Ihren Anwendungen am besten passt.

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