Es ist, als ob der alte Mathe- Lehrer in die Werkstatt kommt: Das Wissen, das einem einst bei der Vektorrechnung eingetrichtert wurde, ist heute an der Werkbank von gutem Nutzen: Drei Punkte genügen, um eine Ebene zu definieren.
Diese nur scheinbar banale Feststellung hat, konsequent genutzt, viele Vorteile: Ein Schemel mit drei Beinen wackelt garantiert nicht (und nicht zuletzt deshalb stützen sich Kamerastative immer auf drei Beine). Kommt ein viertes hinzu, kann der Schemel plötzlich Unerfreuliches lernen: Das Kippeln. Empfehlenswert ist deshalb bei vielen Werkstatthilfen (etwa einem Bankknecht) die dreibeinige Lösung. Auch beim Furnieren gilt die Dreierregel, wenn ein Nagelbrett zum Einsatz kommt. Dafür werden durch ein großes Stück Restholz drei Nägel oder Schrauben getrieben. Auf diesen Spitzen ruht die bereits beleimte Unterseite mit minimalem Kontakt, während Leim auf die Oberseite aufgetragen wird. Wohlgemerkt: Drei Nägel. Bei vier wird das Brett kippeln – garantiert.
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