Selbst gefertigtes Futter. Schalen: Fußpflege leicht gemacht

An gedrechselten Schalen muss manchmal der Rezess an der Schalenunterseite nachgedrechselt werden: Sei es, weil der Rezess nicht gefällt, weil er durch Druckstellen vom Drechselfutter verunstaltet ist, oder, weil die Schale durch nachträgliches Trocknen auf dem Standfuß wackelt.

Auch wenn kein ausreichend großes Futter vorhanden ist, um die Schale oben zu greifen, gibt es noch eine Möglichkeit: Alles, was Sie dazu benötigen, ist eine solide Spanplatte und eine geeignete Druckplatte, die die mitlaufende Körnerspitze abdeckt oder ersetzt (lässt sich leicht selber drechseln, siehe Tipp links). Nehmen Sie die Spanplatte (im Bild eine OSB-Platte) und schneiden Sie sie kreisrund, etwa fünf Zentimeter größer als den Randdurchmesser. Auf eine Planscheibe geschraubt wird die Scheibe drechselnd mit einer Nut versehen. In die Nut kann jetzt der Schalenrand eingesteckt werden. Mit Hilfe der Reitstockspitze und des Aufsteckschutzes wird die Schale fest in der Nut gehalten und die Rückseite der Schale kann jetzt bei geringer Umdrehungszahl sicher nachgearbeitet werden. Selbst in Nassholz gedrechselte und inzwischen getrocknete Schalen können trotz ihrer durch das Trocknen entstandenen Unförmigkeit bei entsprechend niedriger Drehzahl gefahrlos bearbeitet werden. Der Druck mit der Reitstockspitze muss allerdings dem Werkstück angepasst werden.

Selbst gefertigtes Futter. Bild: Martin Adomat

Selbst gefertigtes Futter. Bild: Martin Adomat

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