Tipps & Tricks Drechseln

Leichter Versatz macht Bohrlöcher größer

Löcher aufbohren
Löcher aufbohren <p>Foto: Martin Adomat</p>

Man kann nicht alle Bohrergrößen besitzen. Jenseits der ab 20 Millimeter Bohrerdurchmesser üblichen 5-mm-Abstufungen wird es richtig teuer.

Oft sind aber genau ein oder zwei Millimeter mehr nötig, gerade beim Drechseln. Für viele Teelichtgläser sind 46 Millimeter Durchmesser erforderlich.
Wenn ein 45-mm-Bohrer vorhanden ist, können mit diesem auf der Drehbank mit einem einfachen Trick auch 46 Millimeter gebohrt werden. Zunächst wird wie gewohnt das 45-mm-Loch auf der Drehbank in der erforderlichen Tiefe gebohrt.
Ist eine Drehbank mit drehbarem Spindelstock vorhanden, wird durch Drehen des Spindelstockes die Achse um einen halben Millimeter versetzt.
Bei einer Drehbank ohne diese Möglichkeit unterlegt man den Reitstock einseitig mit einem dünnen Blech; so versetzt man gewissermaßen die Achse. Jetzt kann mit dem 45-mm-Bohrer das Bohrloch auf 46 Millimeter aufgebohrt werden.
Es ist darauf zu achten, dass der Vorschneider des Bohrers am äußersten Rand der großen Bohrung positioniert ist.
Dies funktioniert natürlich nur mit nicht allzu tiefen Bohrungen. Außerdem muss die zweite Bohrung mit sehr geringem Vorschub vorgetrieben werden, da sich der Bohrer sonst von selbst wieder die Mitte sucht.

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