Gürtel aus Klebeband sichert kritische Stücke

Holz ist ein Naturprodukt und zeichnet sich durch seine Farben, Maserung und Äste aus. Dazu gehören dann auch Holzmängel und Fehler wie lose Äste und Risse. Äste können beim Drechseln herausgerissen werden oder auch schlicht von alleine herausfallen. Äste und Risse vermindern die Stabilität des Holzes, so dass bei der Bearbeitung die Gefahr besteht, dass das Holz bricht.

Ein Gürtel aus Klebeband ist hier eine gute Methode zur Sicherung. Das gedrechselte Gefäß wird wie sonst auch üblich zunächst von außen fertig gedrechselt und geschliffen. Natürlich muss das Holz mindestens so stabil sein, dass bei diesem Arbeitsgang noch keine Bruchgefahr besteht! Soweit fertig, wird das Werkstück außen rundherum mit mehreren Lagen stabilem Klebeband (am besten so genanntes Gewebe- oder Panzerband) gesichert. Wenn Sie vor dem Kleben zwei bis drei Lagen Frischhaltefolie um den Rohling legen, lässt sich das Klebeband später ohne Rückstände und Faser- Ausrisse lösen. Jetzt kann das Werkstück sicher auch von innen weiter bearbeitet werden. Die Gefahr, durch umherfliegende Bruchteile oder herausgeschleuderte Äste verletzt zu werden, ist stark vermindert. Dennoch sollte beim Drechseln mit zweifelhaften Hölzern die Sicherheit stets im Vordergrund stehen: Schutzvisier oder mindestens Schutzbrille sind wichtig, ebenso die regelmäßige Kontrolle des stehenden Werkstücks.

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