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Sorgenfreier hobeln

Einer der größten Unterschiede zwischen Profis und Hobby-Holzwerkern ist wohl ihr Verhältnis zu elektrischen Handhobeln. ­Während berufstätige Tischler dieses Werkzeug sehr oft nutzen – die Arbeit geht eben viel schneller als mit klassischen Hand­hobeln – ist es in Hobby-Werkstätten eher ein Exot. „Zu rabiat“ und „zu schwer“ sind klassische Argumente gegen die Nutzung dieser Maschine.

Mit dem HLC 82 hat Festool einen akkubetriebenen Hobel entwickelt, der handlich genug sein soll, um diese Argumente zu entkräften. Die ergonomische Form fällt dabei zuerst ins Auge – der Hobel wirkt insgesamt kompakt und nur genau so groß, wie er sein sollte. Mit 2,7 Kilogramm ist die Maschine trotzdem im Vergleich mit anderen 82-mm-Akku-Hobeln nicht ungewöhnlich leicht: So bringt der Makita KP001G rund 2.500 Gramm auf die Waage, der (blaue) Bosch PRO GHO 18V-26 ist mit 2.800 Gramm nur minimal schwerer. Kein Pluspunkt beim Argument „elektrische Handhobel sind zu schwer“ also.

Allerdings macht Festool die elektrische Variante mit anderen Aspekten dann durchaus schmackhaft: Allen voran mit dem schräg eingesetzten „Spiral“-Messer, das einen ziehenden, bis zu 82 mm breiten Schnitt ermöglicht. Festool verspricht damit sehr saubere Oberflächen, die ein Nachschleifen überflüssig machen. Außerdem konnten die Schwaben mit dieser Messerplatzierung die Lärmemissionen gegenüber vergleichbaren Modellen leicht senken. Die Messerwelle reicht bis zum Gehäuserand: Der HLC 82 kann damit auch Falze bis zu einer Tiefe von 25 Millimetern ins Holz bringen.

Der bürstenlose Motor – betrieben mit den Akkus der 18-Volt-Serie von Festool – bremst die Hobelwelle innerhalb von zwei ­Sekunden ab. Ein unkontrollierter Nachlauf mit etwaigen Macken im Holz sind so unwahrscheinlicher. Insgesamt sollte diese Kombination aus kompakter Bauform und beherrschbarer Kraft die ­Maschine auch für Wenig-Nutzer beherrschbar machen.

Als weiteren Pluspunkt legt Festool außerdem bei der Maschinen­führung nach. Gleich drei Rillen in der Hobelsohle ­machen das leicht Anfasen von Kanten einfach möglich. Während bei den meisten Modellen als weitere Anbauvarianten nur halb­seidene Blechanschläge Halt bieten, ist bei dem HLC 82 außerdem eine massive Sohle zum Anbringen ­breiter Fasen lieferbar. Diese kann im Paket mit dem Gerät ­erworben werden (etwa 630 Euro, ohne Akku). Der ­Hobel ohne ­Anschlag liegt preislich bei rund 520 Euro (ohne Akku).

Der ziehende Schnitt dank des schrägen Eisens verspricht – so der Hersteller – sehr saubere Ergebnisse.

Der ziehende Schnitt dank des schrägen Eisens verspricht – so der Hersteller – sehr saubere Ergebnisse.
  Die montierbare Sohle für breite Fasen macht die Kontrolle auch in potenziell kippeligen Arbeitspositionen einfacher.
Die montierbare Sohle für breite Fasen macht die Kontrolle auch in potenziell kippeligen Arbeitspositionen einfacher.

Mehr Infos: www.festool.de

Dieser Text stammt aus der Kategorie „Neues für die Werkstatt“ aus Ausgabe 127.

Fotos: Firma Festool

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