Lesergalerie Tischlern

Nussbaumbox

Schmuckbox mit Detailfach

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Es war ein 1-m-Stammabschnitt eines bereits länger gelagerten heimischen Walnussbaums vorhanden. Ein Viertel des Stamms wurde im Quartalschnitt unter Benutzung von Behaubeil, Ziehmesser, Schrupphobel und Bandsäge aufgetrennt, um dünne, keilförmige Brettchen von ca. 15 bis 20 mm Dicke zu erhalten. Die Brettchen wurden mit Schlichthobel, Doppelhobel und Rauhbank plan gehobelt, teilweise längsverleimt und dann auf Dicke von 13 mm (Vorder- und Rückseite) bzw. 10 mm (Seiten) gebracht. Dann wurden die Bretter auf Breitenmaß und Längenmaß gesägt und bestoßen. Die beiden Brettchen vorne und hinten wurden oben innen auf einer Breite von einigen Zentimetern um 3 mm abgefälzt, um eine Auflagefläche für ein verschiebbares, einsetzbares Fach zu erhalten. Im Bereich der Verzinkung erfolgte auch eine Abfälzung auf 10 mm Dicke. Vorder- und Rückseite wurden als Zinkenbretter vorgesehen, die beiden Seitenbretter als Schwalbenbretter. Die Zinken und die Schwalben sollten vorstehend ausgeführt werden. Die Holzverbindung wird dadurch betont und wirkt schmückend.

Der Boden aus 6 mm Ahorn wurde eingenutet, wobei in den Schwalbenbrettern gestoppte Nuten anzufertigen waren. Der Deckel wurde in gestemmter Rahmen-Füllung-Bauweise mit einem markant gezeichneten Füllungsbrett hergestellt. wobei an das hintere Rahmenholz zwei 8-mm-Rundzapfen aus dem Vollen angearbeitet wurden, die dann in exakt positionierten Bohrungen der Seitenbretter drehen und als Scharnier dienen. Die Vorderseite wurde niedriger gehalten, da der Deckel darüber hinausragen sollte. Durch diese Bauweise kann auf Metallscharniere verzichtet werden, auch braucht es keinen Griff zum Öffnen des Deckels, da letzterer übersteht und gut betätigt werden kann.

Aus Ahornbrettchen wurde ein Detailfach gefertigt, das herausnehmbar ist und auf dem Rezess der Vorder- und Rückseite gleitet. Der Boden desselben wurde mit Leder bezogen, das mit Hasenleim aufgeleimt wurde. Der Öffnungswinkel des Deckels ist limitiert, genügt aber, damit der Deckel offen stehen bleibt und das Innere gut zugänglich ist. Zur Oberflächenbehandlung wurde Schellack eingesetzt.

Benötigte Zeit: 25 h
Verwendetes Material
  • Walnussholz
  • Ahornholz
Verwendetes Werkzeug
  • Bandsäge
  • Beil, Ziehmesser
  • Diverse Handhobel
  • Zinkensäge, Moxon Vise
  • Sonstiges Handwerkzeug

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