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Zinkensäge

Herstellung einer Zinkensäge

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Ich hatte Material von einem Ziehklingenstahl mit 0.5 mm Dicke übrig und wollte daraus eine Zinkensäge herstellen. Der Blechstreifen war schmal, so dass es eine Zinkensäge im "stiletto-style" werden musste. Von einer alten Rückensäge (Baumarktqualität) hatte ich einen Sägerücken ausgeschlachtet, den ich verwenden wollte. Die Zahnteilung wurde am PC erstellt und über einen Papierausdruck auf das Blech übertragen. Mit der Dreikantfeile wurde bei jedem Teilungsstrich eine kleine Kerbe eingefeilt, wobei die genaue Lage der einzelnen Kerben dann visuell geprüft und bei Bedarf etwas korrigiert wurde. Dann wurden die Kerben bei gleichmäßigem Feildruck und gleichmäßiger Anzahl an möglichst gleich langen Feilstrichen vertieft. Bevor Zahnspitzen ausgebildet wurden, habe ich auf eine spezielle Sägenfeile gewechselt, die einen abgerundeten Zahngrund ausfeilt. Hier muss natürlich auf die genaue Drehstellung der Feile geachtet werden, damit sich der gewünschte Flankenwinkel der Zahnung ergibt.

Der Sägengriff hat sich der Form nach an klassischen englischen Vorlagen orientiert. Die Befestigung des Griffes am Sägeblatt erfolgte mit zwei Messingschrauben und jeweils einer Hülsenmutter (Außendurchmesser 6 mm), die durch die beiden 6-mm-Bohrlöcher im Sägeblatt hindurchragen. Der Griff aus Ahorn wurde unter anderem mit einer Raspel bearbeitet. Das anschließende, üblicherweise erfolgende Schleifen des Griffs wollte ich unbedingt vermeiden und bearbeitete die Oberfläche stattdessen mit Schnitzeisen; dies erzeugt eine sehr glatte Oberfläche, auch wenn natürlich Dellen durch die Schnitzstriche entstehen. In meinen Händen fühlt sich so ein Griff jedenfalls wunderbar an, insbesondere nachdem er mehrere Schichten Schellack erhalten hat.

Die Säge wurde ganz minimal geschränkt und mehrmals nachgefeilt. Man kann sie mit einem entschlossenen Schub über die ganze Länge starten und hat schnell die Zinken- oder Schwalbentiefe erreicht; hierfür reicht das schmale Sägeblatt immer aus. Meiner Meinung nach arbeitet die Säge sehr gut - bei einem Kapitaleinsatz von etwa 10 Euro (wenn man die Arbeitszeit außer acht lässt).

Benötigte Zeit: 8 h
Verwendetes Material
  • Ziehklingenstahl
  • Hülsenmuttern und Schrauben
  • Ahornrest
  • Sägerücken
Verwendetes Werkzeug
  • Schweifsäge
  • Feilen und Feilkluppe
  • Raspeln
  • Schnitzeisen
  • Säulenbohrmaschine

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