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Druck für die Mitte

Verfasst von: Heiko Rech, Tischlermeister | 23.06.2015

Schraubzwingen haben nur eine begrenzte Ausladung. Das führt oft dazu, dass eine Leimfuge nicht dicht wird, da der Pressdruck eben nicht an der Stelle ausgeübt werden kann, wo man ihn eigentlich braucht. So zum Beispiel bei der hier gezeigten Verleimung zwischen einem festen Boden und einer Seitenwand an einem kleinen Schrank.

Die meisten Schraubzwingen haben nur eine Ausladung von 80 - 100mm

Die meisten Schraubzwingen haben nur eine Ausladung von 80 - 120mm

Die meisten Schraubzwingen haben nur eine Ausladung von 80 - 100mm

Oft hat das nicht ganz geschlossene Leimfugen zur Folge

Es gibt spezielle Schraubzwingen, mit besonders großer Ausladung, sogenannte Tiefspannzwingen. Diese sind jedoch nicht nur teuer, sondern auch extrem unhandlich und schwer. Es geht aber auch ganz ohne Spezialwerkzeuge und noch dazu viel schonender. Machen Sie sich bogenförmige Zulagen. Sie benötigen dazu lediglich ein hartes Holz wie Buche, Eiche oder Esche und einen Handhobel. Als Querschnitt für die Zulagen hat sich bei mir ein Maß von ungefähr 40 x 40mm bewährt. Die Länge richtet sich nach den zu verleimenden Werkstücken. Mit 600- 650mm Länge liegen sie aber meist richtig. Die Zulagen werden an einer Kante mit dem Handhobel bogenförmig gehobelt. Damit Sie sehen, wo sie schon gehobelt haben, markieren Sie sich die Fläche mit einem Bleistift.

Der Bogen wird mit dem Handhobel ausgeformt.

Der Bogen wird mit dem Handhobel ausgeformt.

Ein paar Bleistiftlinien zur Kontrolle

Ein paar Bleistiftlinien zur Kontrolle

Augenaß ist vollkommen ausreichend

Augenaß ist vollkommen ausreichend

Der Bogen sollte jedoch nicht zu stark sein. Auf einer Länge von 600mm ist ein Stichmaß von 4mm ausreichend. Wird der Bogen zu stark, kann der zum verleimen notwendige Pressdruck an den Enden nicht aufgebracht werden. Ist er zu flach, erzeugt die Zulage einen zu geringen Pressdruck in der Mitte. Im Zweifel probieren Sie die Zulagen immer mal wieder zwischendurch aus. Es ist zu empfehlen die Zulagen zu beschriften, damit Sie immer gleich erkennen, welche Seite der Zulage den Bogen hat.

Eine Beschriftung kann nicht schaden

Eine Beschriftung kann nicht schaden

Wenn Sie die Zulage mit einer Zwinge befestigen, steht ein Ende der Zulage erst einmal ab. Setzen Sie an diesem Ende auch eine Schraubzwinge an, wird sich die Leimfuge gleichmäßig schließen. In der Mitte, zwischen den zwei Schraubzwingen wird durch die Form der Zulage nun ordentlich Druck gemacht.

Die erste Zwinge wird angesetzt

Die erste Zwinge wird angesetzt.

Die zweite Zwinge baut richtig Druck auf

Die zweite Zwinge baut richtig Druck auf

Die Fuge wird dicht

Die Fuge wird dicht

Eine gute Vorbereitung ist das wichtigste beim Verleimen

Eine gute Vorbereitung ist das Wichtigste beim Verleimen

Solche bogenförmigen Zulagen eigenen sich übrigens auch hervorragend zum Anbringen von Anleimern aus Massivholz.

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