Auswechseln statt Schärfen: Rapid-Schaber von Wiedemann

Der wohl schnellste Weg zum scharfen Drechselwerkzeug – aber auch der beste?

Was für ein Drechseleisen ist leichter zu schärfen als eine Röhre? Ein Schaber. Und dann geht es noch einfacher: Von mehreren Anbietern gibt es mittlerweile Halter, auf denen kleine, quadratische Hartmetall-Wechselplatten zum Einsatz kommen. Wir haben das Modell "Rapid" der Werkzeughersteller (und Drechsler) Heinz und Marco Wiedemann getestet. Es sorgt mit einem 12 mal 12 mm starken Vierkantstahl für eine satte Auflage und für einen stabilen Halt des Eisens.

15 mal 15 mm misst die per Schraube befestigte Schneidplatte. Jede der Kanten ist nummeriert, so dass vier Schneiden zur Verfügung stehen. Gedacht sind diese Schaber vor allem zum Vordrechseln von Schalen, also dem groben Ausformen. Durchgetrocknete Ulme und Esche kam unserem Schaber vor die Nase. Und: Bei korrekt getroffenem Winkel im hängenden Einsatz flogen die Späne, kein Staub. In Windeseile war so die große Masse des Materials aus einem Schaleninneren heraus. Das spart je nach Kenntnisstand einige oder viele Minuten des Röhren-Schärfens.

Und übrigens: Gelegenheitsdrechslern, die nur mal einen Rundstab auf den passenden Durchmesser bringen wollen, ist mit einem solchen Schaber geholfen, denn er kann auch im Langholz eingesetzt werden. "Echte" Drechsler mögen hier die Nase rümpfen. Aber das sollte allen, die nur schnell ein Ergebnis wollen, gleich sein.

Wiedemanns Rapid-Schaber in der 15-x-15-Ausführung kostet rund 62 Euro. Es gibt ihn auch mit einer großen 19 mal 19 mm messenden Platte.

Mehr Infos: www.drechslertreff.net

Stand: Februar 2019

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