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Modulares Bühnenpodest für die Tontechnik
Für die Tontechnik entstand ein modulares Bühnenpodest aus 19 mm OSB und einer einfachen Balkenunterkonstruktion. Die einzelnen 2-m-Module lassen sich miteinander verbinden und für Transport und Lagerung wieder zerlegen. Bei der Konstruktion wurde Wert auf ausreichende Stabilität, geringes Eigengewicht und eine möglichst effiziente Nutzung des Materials gelegt.
Eine einfache Lösung für ein mobiles Podest
Für die Tontechnik sollte ein Podest entstehen, das stabil genug für den praktischen Einsatz ist, sich aber gleichzeitig ohne großen Aufwand auf- und abbauen lässt. Dabei wollte ich die Konstruktion bewusst nicht unnötig massiv ausführen. Ein Bühnenpodest bringt durch seine Größe ohnehin einiges an Gewicht mit sich – zusätzliche Balken und Plattenmaterial sollten deshalb nur dort eingesetzt werden, wo sie konstruktiv tatsächlich benötigt werden.
Die Grundkonstruktion
Ausgangspunkt ist eine 19 mm starke OSB-Platte mit einer ursprünglichen Länge von 2400 mm. Für ein Modul wurde die Platte auf 2000 mm gekürzt. Die dabei entstehenden 200-mm-Abschnitte konnten direkt für die Konstruktion weiterverwendet werden und dienen an den Stirnseiten als zusätzliche Auflage.
Die Unterkonstruktion besteht aus 80 × 40 mm starken Kanthölzern, die zunächst auf dem Boden aufliegen. Darüber sind weitere Streben orthogonal angeordnet. Auf dieser zweiten Ebene liegt die 2 m lange OSB-Platte auf.
Die Streben sind so verteilt, dass die Platte in regelmäßigen Abständen von ungefähr 500 mm unterstützt wird. Dadurch entstehen keine großen freien Spannweiten, obwohl das einzelne Modul insgesamt zwei Meter lang ist.
Die aus dem Plattenzuschnitt gewonnenen Abschnitte an den Stirnseiten übernehmen dabei ebenfalls eine konstruktive Aufgabe. Sie bilden zusätzliche Auflager für die Platte und werden mit dieser verschraubt. Dadurch konnte auf weitere äußere Traghölzer verzichtet werden.
Gegen Verdrehen und Verschieben
Eine Besonderheit liegt in der Verbindung der beiden Balkenlagen.
Eine reine Verschraubung der orthogonal aufeinanderliegenden Hölzer hätte zwar eine Verbindung geschaffen, beim Ausrichten könnten sich die Bauteile aber trotzdem noch gegeneinander verdrehen oder seitlich verschieben.
Deshalb habe ich zwischen den beiden Ebenen kurze Stücke aus 40 × 40 mm Kantholz eingesetzt. Diese verbinden die untere und obere Balkenlage miteinander, halten deren Abstand und verhindern gleichzeitig, dass sich die Streben gegeneinander verdrehen.
So wird die Unterkonstruktion mit relativ wenig zusätzlichem Material deutlich formstabiler.
Modular aufgebaut
Die Module sind nicht als einzelne, dauerhaft geschlossene Kästen ausgeführt. Die Konstruktion ist so angelegt, dass mehrere Elemente miteinander verbunden werden können.
An den Längsseiten können die Module über die vorhandene Nut-und-Feder-Geometrie der OSB-Platten ineinandergreifen. An den Stirnseiten werden die Elemente miteinander verschraubt. Dadurch lässt sich aus mehreren 2-m-Modulen eine größere zusammenhängende Podestfläche herstellen.
Für die sichtbaren Abschlüsse kommen zusätzliche Bretter zum Einsatz. Die Bühnenumrandung ist ebenfalls modular aufgebaut und kann für Transport und Lagerung wieder abgenommen werden.
Möglichst wenig Material, möglichst viel Funktion
Bei der Konstruktion ging es mir letztlich nicht darum, möglichst viel Material einzusetzen. Die OSB-Platte wird durch die regelmäßig angeordneten Auflager ausreichend unterstützt, während die Balkenlagen nur dort ergänzt werden, wo sie für Tragfähigkeit und Stabilität benötigt werden.
Auch die beim Zuschnitt der 2400-mm-Platte entstehenden Abschnitte wurden weiterverwendet. So konnte aus dem vorhandenen Material ein stabiles und gleichzeitig vergleichsweise leichtes Bühnenmodul entstehen.
Das Ergebnis ist eine einfache Konstruktion, die genau das tut, was sie im praktischen Einsatz können muss: tragen, sich verbinden lassen und sich anschließend wieder zerlegen lassen.
- 19er OSB 240x675
- Kantholz 40x80
- Kantholz 40x40
- Kreissäge
- Unterflurzugsäge
- Akkuschrauber
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