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06. Apr 2020 // News

Flachdübelfräse von unerwarteter Seite

Nachdem das Traditionsunternehmen Kress im Jahr 2018 vom Markt verschwunden ist, produziert das Unternehmen AMB Elektrik an gleicher Steller Fräsmotoren und -spindeln. Mit diesem Wissen haben die Schwaben auch einige Handwerkzeuge entwickelt, von denen wir uns die Flachdübelfräse 800 FDF einmal genauer angeschaut haben.

ABM Elektrik: Flachdübelfräse 800 FDF

Dass es sich hier um Arbeit aus einer süddeutschen Fertigung und nicht aus einer Halle für Massenproduktion handelt, fällt beim Auspacken auf. Die Maschine ist sauber verarbeitet, nichts klappert, es gibt auch keine scharfen Grate. Der erste Blick zeigt außerdem: Die 800 FDF ist an allen wichtigen Stellen massiv verarbeitet. Aluminiumdruckguss ist das Material der Wahl. Dass die Maschine für den professionellen (Dauer-)Einsatz entwickelt worden ist, machen neben der Materialwahl auch die Einstellmechanismen deutlich, die auf wiederholgenaue Fräsungen von Standard-Maßen ausgelegt sind: Die Pins auf dem Revolvereinstellung für die Frontplatte sind werkseitig auf die mittige Fräsung von Plattenstärken in 16, 19 und 22 mm ausgelegt, kann aber auf jedes andere beliebige Maß zwischen 0 und 20 mm eingestellt werden. Der drehbare Anschlag für die Schnitttiefe hat feste Einstellungen für die gängigen Flachdübel, für individuelle Arbeiten ist eine offene Einstellmöglichkeit gegeben. Ein schnelles Springen zwischen Plattenmaßen und Flachdübelgrößen ist bei der 800 FDF so mit wenigen Handgriffen möglich.
Ebenfalls praktisch: Auch die Winkelverstellung der Anschlagplatte verfügt über eine Rasterung bei 22,5°, 45° und 67,5°. Zwischen den wichtigsten Einstellungen zum Einfräsen von Flachdübeln kann man also ohne großes Nachmessen wechseln. Gerade für Profis, die viele Flachdübel nacheinander einfräsen, ist das sinnvoll. Im Hobbybereich, wo weniger auf Geschwindigkeit geachtet wird, ist das nicht zwingend nötig – schließt aber andererseits viele Messfehler aus. Mitgedacht haben die Entwickler auch bei der Stromversorgung: Das mitgelieferte 4-Meter-Kabel ist durch einen simplen Klickmechanismus an der Maschine befestigt. AMB bietet als Zubehör auch längere Kabel in 6 und 7,5 m an.  Mit den 800 Watt hat die Maschine genug Leistung, um zügig ins Holz zu schneiden, der mitgelieferte 100-mm-Hartmetallfräser liefert saubere Ergebnisse. 
Mit 495 Euro ist die FDF 800 zwar kein Schnäppchen, für eine hochwertige Flachdübelfräse jedoch auch nicht teuer. Bedenkt man außerdem, dass die Maschine konsequent und komplett "Made in Germany" ist, kann man sie bei der Anschaffung einer Flachdübelfräse durchaus in die engere Wahl nehmen.

Dieser Werkzeugtest ist aus HolzWerken Ausgabe 85. In jeder Ausgabe der Zeitschrift finden Sie viele weitere Produkt- und Maschinentests sowie natürlich spannende Bauprojekte, Tipps und Tricks.

Mehr Infos: www.amb-elektrik.de

Revolvereinstellung Flachdübelfräse

Die Revolvereinstellung ist so wie der Rest des Vorbaus und der Einstellvorrichtungen aus Aluminiumdruckguss. Die Lebensdauer der Maschine verspricht also durchaus lang zu sein.

Anschlag mit Kunststoffplatte

Ausnahmsweise mal Plastik: Der Anschlag trägt eine Kunststoffplatte, die bei Verschleiß einfach ausgetauscht werden kann.

Werkstattkurs - Vitrine

Videos

Werkstatt-Kurs Möbelbau: Vitrine

Dieser erste Band der neuen Reihe Werkstatt-Kurs zeigt, wie Sie ein Korpusmöbel in den verschiedensten Varianten herstellen. Türen, Schubkästen, Kranz, Deckel, Füße - Guido Henn zeigt die riesige Bandbreite an Wahlmöglichkeiten. Beim Bau seiner feinen Vitrine wählt er schließlich eine Variante aus und zeigt die Herstellung in allen Details. Per Video hat Guido Henn den Bau dieser Vitrine für Sie dokumentiert. Rund zwei Stunden Film auf DVD zeigen alle Bauabschnitte und die Maschinen in Aktion. Zusätzlich zum Video enthält das Paket „Werkstatt-Kurs Möbelbau“ auch die sechsteilige Serie aus HolzWerken in Buchform und einen riesigen Bauplan (nahezu DIN A2-Größe) mit allen Zeichnungen auf einen Blick.

Aus dem Inhalt:

  • Teil 1: Korpusbau
  • Teil 2: Korpusbau (Fortsetzung)
  • Teil 3: Türenbau
  • Teil 4: Türenbau (Fortsetzung)
  • Teil 5: Schubkastenbau
  • Teil 6: Fuß, Sockel, Deckel, Kranz und Oberfläche 

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