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Akku-Blaspistole von Metabo: Frischer Wind

Eine Person hält eine kabellose Metabo-Blaspistole und bläst Luft auf ein großes, grünes Schwungrad im Inneren einer Bandsäge zur Reinigung von Staub und Spänen. Ein Lichtstrahl der Blaspistole beleuchtet den Arbeitsbereich.

Auch wenn Staub und Späne irgendwie immer dazugehören: Manchmal muss es in der Werkstatt doch ganz sauber werden: Aus der Handkreissäge sollen keine Späne mehr rieseln, wenn man sie ins Auto packt. Bei der Reparatur von Stationärmaschinen soll kein Staub beim Zusammenbau von Achsen, Lagern und Co. mit eingebaut werden. Viele setzen deshalb auf Druckluft aus Kompressoren. Aber die sind schwer und brauchen viel Platz.

Metabo hat deshalb mit der BP18LTXBL eine Blaspistole im Sortiment, die mit einem 18-Volt-Akku arbeitet: Absolute Bewegungsfreiheit im Gegensatz zum schlauchgebundenen Kompressor. Aber kann sie es wirklich mit diesem aufnehmen?

Der erste Eindruck macht skeptisch: Wie ein kleiner Akkuschrauber liegt das nur 400 Gramm leichte Gerät in der Hand. Der benötigte 18-Volt-Akku verdoppelt das Gewicht mindestens mal.

Viele Einstellmöglichkeiten gibt es nicht: Ein klassischer Druckschalter und eine LED – das war es auch schon an „technischer Finesse“. Der Aha-Effekt kommt dann aber beim Anschalten. Mit so einem Werkstatt-Stürmchen hatten wir nicht gerechnet. Auf satte 122 Meter pro Sekunde (440 Kilometer pro Stunde) beschleunigt der Motor die Luft. Oder anders ausgedrückt: Das Leichtgewicht pustet das Vierfache von Sturmstärke 12 in die Werkstatt.

Über den Druckschalter lässt sich – wie bei Bohrmaschine oder Akkuschrauber – die Motorleistung dosieren. Etwas schade: Sanft pusten kann die BP18LTXBL leider nicht. Der Schalter steuert den Motor erst ab etwa der Hälfte des Druckweges an. So hat man nur die stufenlose Wahl zwischen „schon ziemlich stark“ und voller Leistung.

Nahaufnahme einer kabellosen Metabo-Blaspistole, Modell „BP 18 LTX BL“. Die Blaspistole ist schwarz-grün mit roten Akzenten, hat einen ergonomischen Griff und eine markante Ausblasöffnung an der Vorderseite.

Ein feines Sieb verhindert, dass Teile in den Motor geraten, wenn die Maschine als Sauger eingesetzt wird.

 

Metabo legt für die Luftstrom-Kontrolle drei Düsen bei. Eine zehn Zentimeter lange Gummi-Düse kann relativ flexibel gebogen werden, um den Luftstrom auszurichten. Eine sehr dünne Spitze lässt den Druck seitlich entweichen, so können zum Beispiel wenig zugängliche Bereiche erreicht werden. Ein dritter Aufsatz macht das Befestigen der Düsen an der Ansaugseite möglich. Die BP18LTXBL wird so zu einem Mini-Sauger: Zwar nicht zum Staub einsaugen, aber praktisch, um etwa tief in eine Maschine gefallene Kleinteile einzusammeln.

ine Metabo-Blaspistole mit rotem 5,5-Ah-18V-LiHD-Akku liegt auf einer Holzoberfläche. Daneben befinden sich drei verschiedene schwarze Düsenaufsätze, die für unterschiedliche Anwendungen ausgelegt sind.

Drei Düsen lenken den Luftstrom. Der linke Adapter sorg dafür, dass sie auch auf die Rückseite zum Saugen aufgesteckt werden können.

 

Braucht man diesen Taschen-Sturm nun? Natürlich ist die Maschine kein explizites Holzwerkzeug: In unseren Werkstätten ist die Prämisse, Staub und Späne einzusammeln, nicht sie aufzuwirbeln. Trotzdem gibt es auch hier unzählige Situationen, bei denen ein starker Luftstrom sehr hilfreich ist. Insgesamt ist diese Blaspistole ein Werkzeug, das man viel öfter zur Hand nimmt, als man zunächst denkt. Der Anschaffungspreis liegt ohne Akku bei rund 100 Euro.

Mehr Infos: www.metabo.com/de

Dieser Text stammt aus der Kategorie „Neues für die Werkstatt“ aus Ausgabe 120. Die vorgestellte Akku-Blaspistole wurde der Redaktion leihweise zur Verfügung gestellt und nach dem Test an den Hersteller zurückgeschickt.

Foto: Christian Filies

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