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Shaper, Frästisch und Arbeitsfläche in einer Station
Eine kompakte und klappbare Arbeitsstation für die Shaper Origin, die gleichzeitig als flexible Arbeitsfläche und Frästisch genutzt werden kann. Ziel war es, wiederkehrende Arbeitsschritte einfacher und präziser zu machen, ohne für jede Funktion eine eigene Vorrichtung aufbauen zu müssen.
Die Shaper Origin ist für mich ein Werkzeug, das ich nicht nur für einzelne CNC-Fräsungen nutze. Je mehr ich damit gearbeitet habe, desto deutlicher wurde aber auch: Für viele wiederkehrende Arbeiten braucht es eine zuverlässige und schnell verfügbare Arbeitsumgebung.
Genau daraus entstand die Idee zu dieser Working Station.
Ziel war nicht, einfach einen weiteren festen Frästisch zu bauen. Die Station sollte mehrere Aufgaben übernehmen und dabei möglichst kompakt bleiben. Sie sollte eine definierte Arbeitsfläche für die Shaper Origin bieten, gleichzeitig aber auch Platz für weitere Bearbeitungen und eine Frästischfunktion schaffen.
Eine Station statt mehrerer Vorrichtungen
Im Mittelpunkt steht eine Arbeitsfläche mit fest definierten Bereichen für das ShaperTape. Dadurch steht für wiederkehrende Arbeiten eine schnell verfügbare Referenzfläche zur Verfügung, ohne das Werkstück jedes Mal neu mit Tape vorbereiten zu müssen.
Die Station ist bewusst als flexible Konstruktion aufgebaut. Je nach Aufgabe können unterschiedliche Einlagen und Arbeitsflächen verwendet werden. Eine davon dient als Oberfräsen-Einlage und erweitert die Station um eine zusätzliche Frästischfunktion.
So entstand aus der ursprünglichen Idee einer Shaper-Arbeitsstation nach und nach eine multifunktionale Arbeitsstation.
Praxis statt theoretischer Perfektion
Besonders wichtig war mir, die Konstruktion nicht nur am Zeichentisch zu entwickeln, sondern möglichst früh praktisch auszuprobieren.
Beim ersten Einsatz zeigte sich beispielsweise eine Grenze der festen Orientierungsfläche: Je weiter eine Fräsung von dieser entfernt liegt, desto schwieriger wird eine sichere Referenzierung. Bis zu einem bestimmten Bereich funktioniert die feste Arbeitsfläche ohne zusätzliches Tape auf dem Werkstück. Bei weiter entfernten Bearbeitungen muss die Referenz bei Bedarf durch zusätzliches ShaperTape ergänzt werden.
Das war für mich aber kein unerwarteter Konstruktionsfehler. Vielmehr wollte ich bewusst ausprobieren, wie weit sich die vorhandene Referenzfläche in der Praxis ausreizen lässt.
Der Test hat damit genau das bestätigt, was ich wissen wollte: Die Station funktioniert im vorgesehenen Arbeitsbereich, gleichzeitig sind ihre praktischen Grenzen jetzt klarer definiert.
Entwicklung aus dem Arbeitsalltag
Die Station ist aus dem Wunsch entstanden, Arbeitsabläufe einfacher zu machen. Viele meiner Projekte beginnen inzwischen mit einer ähnlichen Frage:
Kann man einen wiederkehrenden Arbeitsschritt so lösen, dass er beim nächsten Mal schneller, einfacher oder präziser funktioniert?
Dabei darf eine Vorrichtung aus meiner Sicht durchaus gut aussehen. Die Gestaltung war für mich aber nicht der Ausgangspunkt. Form und Konstruktion sollten sich aus der Funktion ergeben.
Die Shaper Working Station ist deshalb kein universelles Wundermöbel. Sie ist eine auf meinen Arbeitsablauf zugeschnittene Lösung, die mehrere Funktionen zusammenführt und sich durch weitere Einlagen oder Anpassungen weiterentwickeln lässt.
Und wahrscheinlich ist genau das der Punkt, der mir an dem Projekt am besten gefällt: Die Station ist nicht einfach fertig, weil der letzte Lack getrocknet ist. Sie darf sich mit den Erfahrungen aus der praktischen Arbeit weiterentwickeln.
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