Eine Kiefer heute ist eine Kiefer wie vor 150 Jahren, oder? Das stimmt, wenn man es biologisch betrachtet. Denn der Gencode der Bäume hat sich in 15 Jahrzehnten nicht verändert.
Allerdings macht wie so oft der Mensch den Unterschied. Vor 150 Jahren geschlagenes Holz ist häufig noch aus sehr alten Beständen gewonnen worden. Hier hatten die Bäume Zeit, sich bis zu ihrer vollen Größe zu entwickeln. Das bedeutet, dass sie im äußeren Bereich des Stammes sehr dicht gewachsene Jahrringe haben. Der Grund: Die Bäume legen in höherem Alter nur noch vergleichsweise wenig an Stammdicke zu.
Heute werden Bäume jedoch in viel jüngerem Lebensalter gekappt, um sie zu Nutzholz zu verarbeiten. Dadurch liegen selbst bei der gleichen Holzart die Früh- und Spätholzbereiche der Jahrringe viel weiter auseinander, weil sie in jungen Jahren des Baumes angelegt wurden. Es lohnt sich also mitunter, alte Holzbestände zu sichten oder dicht gewachsenes Holz aus alten Möbeln wiederzuverwenden.
Foto: Andreas Duhme
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