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Platzsparend sägen

Mann mit Schutzbrille und Gehörschutz sägt langes Holzbrett an Kapp- und Gehrungssäge in Werkstatt.

Es gibt bei vielen Kapp- und Zugsägen diese eine Sache, die so ­richtig stört: Sie brauchen im Betrieb viel Platz. Und zwar vor ­allem nach ­hinten. Die Führungsstangen, auf denen das Sägeaggregat sitzt, müssen ja ­irgendwo hin, wenn Sie das Blatt durchs Holz ­führen. Für einige Holzwerker ist allein dieser Punkt Grund genug, auf so eine Säge ganz zu verzichten.

Einige Hersteller wie Festool oder DeWalt haben deshalb einen „Posaunenauszug“ im Angebot. Dabei sind die Führungsstangen starr installiert, nur die Motoreinheit mit dem Sägeblatt wird auf ihnen bewegt. Der ­große Vorteil: Dadurch können diese Sägen direkt an der Wand stehen. Die Kon­struk­tion ist allerdings aufwändiger. Deshalb sind ­solche Kappsägen ­teurer.

Metabo hat jetzt seinen beliebten – und verhältnismäßig günstigen – KGS-Modellen ebenfalls einen solchen Auszug verpasst und den „Einstiegspreis“ für diese Art von Sägen damit gesenkt. Die KGSV-216 MC kostet rund 250 Euro, die größere KGSV-254 MC ist ab 400 Euro zu be­kommen. Motor und Säge laufen hier auf zwei Stahlstangen. Trotzdem ist das Sägeblatt in beide Richtungen neigbar – um bis zu 47°. Die 30 Zentimeter Platz, die man sonst aber hinter den Maschinen ein­planen musste, entfallen nun.

Kapp- und Gehrungssäge in verschiedenen Neigungswinkeln dargestellt, mit Skala und Drehteller.

Trotz der neuen Führung bleibt das Sägeaggregat in beide Richtungen um bis zu 47° neigbar.
Kapp- und Gehrungssäge mit grünem Motor, rotem Griff und verstellbarem Drehteller auf hellem Hintergrund.

Auch bei den neuen Sägen setzt Metabo auf eine Schnittlinien­anzeige mit Schlagschatten. Eine integrierte LED-Beleuchtung zeigt genau an, wo das Blatt auf das Holz trifft. Die Drehteller­einstellung ist um bis zu 50° in beide Richtungen möglich. Leicht verändert ­wurde die Position der Absaugung, die nun ebenfalls ­konsequenterweise nicht mehr starr nach hinten zeigt, sondern leicht angewinkelt von der ­Maschine wegführt.

Die neuen Modelle gibt es in zwei Größen: Die KGSV-216 MC ist mit einem 216-mm-Blatt bestückt und schafft Schnitttiefen bei 90° von bis zu 70 Millimeter Stärke. Der verschiebbare Weg auf den Schienen und damit die Schnittlänge liegt bei maximal 305 Millimeter Länge. Metabo hat hier trotz der Neuentwicklung der ­Führung keinen Millimeter der Kapazität der „alten“ KGS verschenkt. Bei der größeren Variante, der KGSV 254 MC ist dies ebenfalls der Fall (92 und 305 Millimeter). Die Motoren (1.500 Watt oder 1.800 Watt) bleiben als bewährte Antriebseinheiten der KGS-Serie erhalten. Die Drehzahl ist dabei zwischen 2.200 und 5.300 Umdrehungen in der Minuten (Leerlauf) variabel. Der 1.800-Watt Motor arbeitet zudem mit einem Sanftanlauf. Eine Akku-Variante der ­Maschinen gibt es ­allerdings ­aktuell noch nicht.

Mehr Infos: www.metabo.com

Dieser Text stammt aus der Kategorie „Neues für die Werkstatt“ aus Ausgabe 127

Foto: Metabo

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