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Sekundenkleber als Füller? Schwarzarbeit für Risse

Eine Flasche schwarzer Sekundenkleber steht auf einem Werkstück. Im Vordergrund ist eine kleine, mit dem Sekundenkleber reparierte Schadstelle sichtbar.

Risse im Holz füllt man mit Epoxid-Harz? Kann man machen – bei kleinen Rissen ist das Anrühren und Einfärben aber ganz schön aufwändig. „Epoxy“ ist eben immer noch ein Zwei-Komponenten-Füllstoff, der frisch hergestellt werden muss.

Bei kleineren Schadstellen kann man auch Sekundenkleber nutzen. Die Stellen bleiben sichtbar, sind aber von einer nun deutlichen Klebefuge überdeckt. Das Einstreuen von Staub oder Spänen kann funktionieren, sorgt aber in der Realität jenseits aller YouTube-Videos meist für „Pfusch-Optik“.

Wie so oft gilt also: Betone, was Du nicht verstecken kannst. Titebond hat deshalb schwarzen Sekundenkleber im Programm, der direkt aus der Tube füllende Eigenschaften hat. Der Einsatz ist wirklich einfach und schnell: auftragen, trocknen lassen, schleifen. Wichtig ist dabei: Sekundenkleber klebt schnell, härtet aber erst nach 24 Stunden komplett aus. So viel Zeit sollte man der Reparaturstelle also geben. Wobei es „aushärten“ hier auch nicht ganz zutrifft: Der mattschwarze Flicken ist auch dann noch minimal weich: eine sehr gute Eigenschaft, wenn das Holz um ihn noch arbeitet. Anschließende Oberflächenbehandlungen wie Öl oder Wachs nimmt der Kleber naturgemäß nicht auf.

Für den Titebond Instant Black Jet (59 ml) fallen rund 23 Euro an. Bei großen Fehlstellen sollte man also schon aus Kostengründen auf Epoxy oder Spachtel setzen. Für die kleinen, feinen Flickarbeiten ist dieser zähflüssige Sekundenkleber aber das aus unserer Sicht einfachste Mittel.

Mehr Infos: www.sautershop.de

Dieser Text stammt aus der Kategorie „Neues für die Werkstatt“ aus Ausgabe 122.  Der vorgestellte Sekundenkleber und Füllstoff wurde von der Redaktion regulär erworben.

Foto: Christian Filies

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