Spandicke messen: Wenn Sie es ganz genau nehmen


Haben Sie schon einmal in einer Bauanleitung bei HolzWerken oder anderswo gelesen „Nehmen Sie nun einen Span von eine Zwanzigstelmillimeter ab“? Vermutlich nicht, denn solche Werte sind unrealistisch: Sie setzen voraus, dass der Span eine absolut exakte, gleichmäßige Dicke aufweist – was er aber nur bei einer ohnehin schon planen Oberfläche tun würde.

Schauen Sie mal auf den Werkstattboden: Dort herrscht Kraut und Rüben. Kurze, lange, dicke, dünne Späne. Das ist auch egal: Das Werkstück muss maßhaltig werden, nicht die Späne.


Trotzdem gibt es ein Messwerkzeug am Markt, das sich um exakte Späne bemüht: Die „Digitale Hobeleisen-Einstellhilfe“, die unter anderem Dictum für knapp 14 Euro (Stand November 2022) im Sortiment hat, soll die Schnitttiefe des Hobeleisens auf den Hundertstelmillimeter genau messen.

Handwerklich gibt es nichts zu meckern: Das Werkzeug liefert exakte Werte, arbeitet spielfrei und hält gut mittels Magneten auf der Hobelsohle. Kunststoffverkleidungen sorgen dafür, dass Eisen und Sohle nicht verkratzen. Ein kleiner beweglicher Taster liegt auf der Schneide und hebt und senkt sich mit dem Hobeleisen. Genaues Einstellen ist natürlich nur an Metallhobeln möglich: Holzhobel sind außen vor.

Neben dem vermeintlich überflüssigen Messen der Spandicke hat der digitale Helfer aber einen handfesten Vorteil: Gerade bei Metallhobeln mit Lateralverstellung kann er prüfen, ob das Eisen parallel zur Sohle ist. Das ist dann doch wieder praktisch – und sinnvoller, als die Spandicke auf an einem Handhobel auf zwei Nachkommastellen genau einzustellen.

Mehr Infos: www.dictum.com

Dieser Beitrag stammt aus unserer Kategorie „Neues für die Werkstatt“ aus Ausgabe 96. Die vorgestellten/getesteten Produkte wurden zum vollen Preis gekauft.

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