Falsch gesägt? Einfach wieder zusägen!

Eine völlig unbekannte, einfache Technik schließt Lücken im Holz

Wir kennen das alle: Man steht an der Kappsäge, telefoniert noch kurz, trinkt einen Kaffee oder drechselt mit der freien Hand noch schnell was fertig, während man sägt. Einmal nicht hingeguckt – und schon hat man 2-3 cm neben der angerissenen Linie gesägt. Was nun?

Die klassischen Vorgehen: Einfach ignorieren und mit dem falschen Maß weiterbauen. Oder alles wegschmeißen, Werkzeug verkaufen und Hobby aufgeben. Oder – so machen es die Puristen – das ganze Projekt noch mal komplett von vorne beginnen, inklusive Baum fällen.

Wir bei HolzWerken haben aber eine völlig neue Lösung gefunden: Sägen Sie den Schnitt einfach wieder zu! Hier zeigen wir Ihnen am 1. April, wie es geht:

Schon ist es passiert: Einfach mal "ein kleines bißchen" versägt. Was nun? Zunächst ganz wichtig: Beide Werkstückhälften müssen genau so liegenbleiben, wie sie gesägt wurden.

Die Lösung des Problems: Stecken Sie einen Trichter mit der gerade gesägten Späne auf eine der Stellen, wo sonst die Absaugung sitzt. Geben Sie nun noch viel klaren Bastelklebstoff hinzu und verrühren Sie alles zu einer breiigen Masse. Übrigens: Leim eignet sich aufgrund seiner Flugeigenschaften weniger gut (s. nächster Punkt).

Und hier nun der Clou: Wenn das Kreissägeblatt sich rückwärts dreht, erzeugen die Zähne einen Unterdruck, saugen das Klebstoff-Späne-Gemisch an und schleudern es in die gerade gesägte Lücke. Das passiert mit so einer Wucht, dass sofort alle Flüssigkeit aus dem Kleber verdampft und die Späne wieder eine feste Struktur bilden.

Der erfahrene Handwerker weiß es natürlich: Damit die Säge rückwärts läuft, muss einfach der Stecker einmal um 180° verdreht eingesteckt werden.

Wie Sie sehen, beginnt sich die Lücke sofort zu schließen. Und Stück..

…für Stück…

…verschwindet der Sägeschnitt wieder.

Voilá: Vom Missgeschick ist nichts mehr zu sehen. Achten Sie nur darauf, die Säge schnell abzustellen, damit Sie keine unschöne Nahtstelle auf der Holzoberfläche produzieren. Und nicht vergessen: Hinterher den Stecker wieder umdrehen!

Das war es auch schon: So einfach ist es, unschöne Schnitte verschwinden zu lassen. Das gleiche Prinzip funktioniert auch mit anderen Maschinen und Werkzeugen. Verpassen Sie nicht unsere Artikel über "Zubohren", "Zufräsen" und natürlich "Zuschleifen" in HolzWerken-Ausgabe 488, die aktuell aber noch in Arbeit ist. 

In der Zwischenzeit können Sie natürlich schon in unseren bisher veröffentlichten Ausgaben stöbern!

Wir hoffen, dass dieser Tipp vom 1. April Ihnen weiterhelfen konnte!

Wissen. Planen. Machen. Das ist das Motto der Zeitschrift HolzWerken, dem Magazin für den Holzwerker.
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Kommentare

01.04.2020

April,April,haahahahahahah

01.04.2020

Klasse! Hahaha! Super Tipp, mindestens einen davon werde ich nachmachen! Am besten gefällt mir der mit den Puristen! ;-))))))

01.04.2020

Wunderbar! :-D

01.04.2020

..........das wäre schön, besonders dann, wenn auch nach dem 1. April funktionieren würde. Gruß Gerald

03.04.2020

Dann fehlt ja nur noch der Draufhobel :-)

03.04.2020

Dann fehlt ja nur noch der Draufhobel :-)

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