In unserer neuen Sonder-Ausgabe 118 „Kleine Projekte“ zeigen wir, wie ein französischer und ein japanischer Wäscheständer entstehen. Beide Varianten sind wunderbare, kleine Wochenendprojekte. Die Bauanleitung unseres Autoren, Tischlermeister Christoph Henrichsen, für eine weitere Variante zeigen wir Ihnen hier.
Bauanleitung Wäscheständer
Dieses „deutsche“ Version ist hierzulande weitverbreitet. Meist aber in einer qualitativ fragwürdigen Version aus dünnem Stahl und viel Plastik. Nachhaltiger, schöner – und für einen echten Holzwerker sowieso eine Selbstverständlichkeit – ist das Modell aus Holz.

Mit dieser Anleitung bauen Sie diese in Deutschland weit verbreitete Variante eines Wäscheständers.
Kurzbeschreibung
Der Ständer besteht aus zwei durch ein Gelenk verbundenen Doppel-T Stützen. Es ist leicht, kann schnell zusammengeklappt werden und benötigt dann nur wenig Platz. Diese minimalistisch anmutende Konstruktion ist an sich aber recht weich, verformt sich schnell und ist somit ein bisschen windig. Deshalb kommt hier ein besonderer Kniff ins Spiel: Vielleicht war es die zu intensive Beschäftigung mit historischen Fachwerkbauten, wo das Gefüge gerne durch Kopf- und Fußbänder oder auch Knaggen ausgesteift wird, die den Anstoß gab. In die Verbindung aus vertikalem und horizontalem Glied wurden jedenfalls dreieckige Zwickel eingesetzt. Und schon hält die Konstruktion auch schwerere Wäscheteile und ein paar Windböen aus.
Zuerst bauen Sie zwei identische Rahmenteile. Und das… ist dann auch schon alles. Sind sie fertig, müssen beide Rahmen nur noch mit einer Schlossschraube (M5 x 60 mm) verbunden und – natürlich – mit einer Wäscheleine mit Stahlkern versehen werden. Beachten Sie dabei, dass das obere Querholz (Position 3), in dem die Leine befestigt wird, sowie die Kufen (Position 2) nicht ganz mittig mit dem Bein verbunden wird. Nur so ist gewährleistet, dass beim Zusammenbau beide Beine nebeneinander platziert werden können und sich die Bohrpunkte oben trotzdem gegenüberliegen. Wo genau die Verbindungsstelle ist, zeigen wir Ihnen in den Konstruktionszeichnungen. Viel Spaß beim Nachbauen!
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Arbeitsschritte


Reißen Sie die Zapfenverbindungen sauber an. Achten Sie darauf, dass alle Löcher identisch groß sind.











Detailzeichnungen



| Anzahl | Bezeichnung | Abmessungen (mm) | Material |
|---|---|---|---|
| 2 | Pos. 1 – Aufrechte | 1170 × 25 × 25 | Esche |
| 2 | Pos. 2 – Kufen | 450 × 25 × 25 | Esche |
| 2 | Pos. 3 – Querholz oben | 510 × 25 × 25 | Esche |
| 8 | Pos. 4 – Zwickel | 60 × 60 × 8 | Eiche |
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