Worksharp: Neues Zubehör macht auch breite Klingen und Messer scharf

Der kleine Worksharp 3000 hat sich seit seiner Markteinführung vor etwas mehr als zwei Jahren zu einer echten Schärfalternative für Beitel, Schnitz- und Drechseleisen gemausert (siehe Test in HolzWerken Jan./Feb. 2010). Jetzt erweitern zwei neue Anbausätze die Möglichkeiten grundlegend. HolzWerken hat sowohl das Erweiterungsset für breite Eisen als auch die neue Messerschleif-Vorrichtung getestet.

Das Wirkprinzip des Worksharp ist nicht kompliziert: Eine horizontal bei recht niedriger Drehzahl rotierende Glasscheibe trägt auf beiden Seiten je ein kreisförmiges Stück Schleifpapier. Die selbst klebenden Papiere sind dabei nach Körnung frei wählbar, die Glasscheibe nach einer Schraubendrehung gedreht oder ausgetauscht. Nutzbar ist dabei vor allem die Unterseite
per Zuführvorrichtung für wiederholbare Schleifwinkel an geraden Eisen bis etwa 50 mm Breite. Die Oberseite drehte bisher weitgehend ungenutzt ihre Runden. Mit einem kleinen Plastik-Rundbalken als Stütze lassen sich hier in der Grundausstattung nur freihändige Schleifarbeiten (Entgraten kleiner Teile zum Beispiel) ausführen.
Das ändert sich mit dem jetzt erhältlichen Erweiterungsset für breite Klingen. Für seine Montage wird der Rundbalken durch einen soliden Alu-Tisch genau auf Schleifpapier-Höhe ersetzt. Das Kernstück ist dann die solide gebaute Eisenführung. Sie nimmt auch breite Hobeleisen bis 76 mm auf und lässt sich mit Hilfe einer etwas gewöhnungsbedürftigen Einstelllehre wiederholgenau auf den bereits vorhandenen Winkel positionieren. Vorwahleinstellungen (25°, 30°, 35° usw.) für die gängigsten Fasenwinkel sind vorhanden. Das winkeltreue und damit sehr schnelle Schlei-fen auch von breiten Eisen ist damit kein Problem, das hat der Einsatz bei der HolzWerken-Redaktion gezeigt. Besonders nützlich ist der Mikrofasen-Modus. Das "Erweiterungsset für breite Klingen" kostet rund 58 Euro.

Als zweite Neuerung hat WorkSharp eine Messerschleifeinrichtung auf dem Markt: Dabei ersetzt ein Laufrad die Glasscheibe und seitlich wird ein Führungsmechanismus angebracht. Durch ihn hindurch läuft das Schleifband (Korn 80, 220 und 6000 zum Abziehen sind im Lieferumfang). Wenn man den zunächst etwas kniffligen Mechanismus einmal durchblickt hat, geht das Wechseln eines Bandes recht fix und ohne Werkzeug. Alles, was noch zu tun bleibt, ist das Messer in ruhiger Art von Heft zu Spitze durchzuziehen. Nach zweimaligem Bandwechsel mit aufsteigender Körnung sind im Test aus stumpfen und teilweise sogar schartigen Klingen wieder ordentlich scharfe geworden. High-End-Messer-Fans würden so sicher eher nicht schleifen, aber für den Großteil der Messer in Werkstatt und Haushalt ist das ein Verfahren mit guten Ergebnissen. Die Work­Sharp-Messerschleifeinrichtung kostet 50 Euro.
Mehr Infos: www.worksharptools.de

Stand: März 2012. Zuerst veröffentlicht in HolzWerken 33.

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